Archiv (Bilder & Texte)

Samstag 26. November 2016

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h


25 Jahre Undertone Project

Seit Mitte der achtziger Jahre musizieren die beiden bereits miteinander. Aber im November 1991 spielten Christof Thewes und Martin Schmidt zum ersten mal als Duo unter dem Bandnamen Undertone Project auf dem Festival Impression Musical in Illingen. Nach fast 10 Jahren in dieser ungewöhnlichen Besetzung mit E-Bass und Posaune  wurde in den 2000er Jahren daraus ein Trio, dann ein Quartett, und daraus wiederum größere und freiere Besetzungen. Dabei geht die Zusammenarbeit weit über das reine Musizieren hinaus. Durch die verschiedenen Talente der beiden Macher, die sich gerade im Musizieren treffen, sind z.B. der Spielraum, das gleichnamige Studio und das Label gligg records entstanden. Heute dienen diese als Plattform und Dokumentationszentrum für die beeindruckende Zahl an Musikprojekten, die aus der Feder von Christof Thewes fließen und die nicht selten auch auf Basis des Duos zusammen mit Martin Schmidt musikalisch umgesetzt werden und von diesem professionell produziert und dokumentiert werden. Der Begriff “Project” im Bandnamen hat also über die Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen und ist ins Zentrum der Zusammenarbeit der beiden kreativen Köpfe gerückt.

Freuen Sie sich auf einen Abend mit dem Undertone Project im Duo und zusammen mit Gästen. Und vielleicht auch einigen spannenden Anekdoten, die Burkhard Ullrich im Interview mit den beiden hervorzaubern könnte.

Aus dem Archiv: Infomaterial von Undertone Project 1993

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Samstag 22. Oktober 2016

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h


Vortrag
Burkhard Ullrich – Bericht über die “Mitte-Studie 2016″ der Uni Leipzig

Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland.


Musik
Phase IV  – Silvertowers

Independent Jazz Songs

Sabine Noß – voice
Christof Thewes – trombone, composition
Hartmut Oßwald – bass clarinet
Jan Oestreich  – bass
Martial Frenzel – drums

Lyrics : Alfred Gulden

UllrichBurkhard Ullrich – Bericht über die “Mitte-Studie 2016″ der Uni Leipzig: Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland.
Burkhard Ullrich wird diesmal nicht – wie sonst von ihm gewohnt – zu einem psychoanalytischen Thema referieren, sondern eine umfragebasierte Studie vorstellen, die ihn als Staatsbürger gerade im Kontext der aktuellen Ereignisse sehr beschäftigt hat:
Die sog. “Mitte Studie” wurde unter dem Titel “Die enthemmte Mitte – Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland” von den Herausgebern Oliver Decker, Johannes Kies und Elmar Brähler als “Leipziger Mitte-Studie 2016″ im Psychosozial-Verlag veröffentlicht.
Seit 2002 führt diese Arbeitsgruppe die »Mitte«-Studien der Universität Leipzig durch. Seither finden in ihrem Auftrag alle zwei Jahre repräsentative Befragungen im gesamten Bundesgebiet statt.
Die »Mitte«-Studien sind also nicht nur deshalb interessant, weil sie eine Momentaufnahme über relevante Haltungen in unserer Gesellschaft ermöglichen, sondern auch weil sie eine Langzeitbeobachtung darüber ermöglichen. Die Schlußfolgerungen der Autoren basieren auf handwerklich solider Arbeit, was man von umfragebasierten Studien keineswegs immer sagen kann.Hier vorab schon mal zwei Ergebnisse der Studie:”die von uns über die Jahre festgestellten Ressentiments und Vorurteile schlugen 2015 in offenen Hass um””Die jüngsten Veränderungen im Parteiensystem zeigen weniger einen neuerlichen Anstieg fremdenfeindlicher und autoritärer Einstellungen in der Gesellschaft an, vielmehr findet das seit Jahren vorhandene, von den »Mitte«-Studien dokumentierte Potenzial jetzt eine politisch-ideologische Heimat”.
Sabine-mit-micro2Phase IV  – Silvertowers
Independent Jazz SongsDie Band Phase IV um die Sängerin Sabine Noß, die im Spielraum schon so manches furiose Konzert gegeben hat, führt an diesem Tag Songs aus dem neuen Liederzyklus Silvertowers auf.Wie immer sind die Texte von Alfred Gulden und die Kompositionen von Christof Thewes, ein bewährtes Team, das in unterschiedlichsten Besetzungen seit nunmehr fast 20 Jahren zusammenarbeitet.Seit vielen Jahren arbeiten die Rocksängerin Sabine Noß und der Jazzposaunist Christof Thewes in der Band Phase IV zusammen und kreieren seither, komplettiert durch den Bassklarinetisten Hartmut Oßwald, den Kontrabassisten Jan Oestreich und den Schlagzeuger Martial Frenzel, selbstkomponierte (Pop-)Songs in einem eigenwilligen Stilmix zwischen Unplugged-Minimalismus und rasantem Powerplay mit Dub, Funk und (Free)Jazzeinflüssen.
Ohne Elektronik mit rein akustischen Instrumenten spielt Phase IV eine zeitgemäße Popmusik, die sich jenseits folkloristischer Sentimentalitäten bewegt und mit einer fast schon traditionell zu nennenden, jazzigen Spielauffassung agiert, die Interaktion, Improvisation und Virtuosität der Musiker erfordert.
Die hochwertigen Texte der Songs stammen aus der Feder des bekannten Schriftstellers, Theaterregisseurs und Filmemachers Alfred Gulden.Das unvergleichliche und warme Timbre der Stimme von Sabine Noß, die ungewohnte Instrumentierung der eigenwilligen Kompositionen von Christof Thewes, die Spielfreude der Muiker in Verbindung mit den hochwertigen Texten garantieren ein originäres Musikerlebnis.

Sabine Noß – voice
Christof Thewes – trombone, composition
Hartmut Oßwald – bass clarinet
Jan Oestreich  – bass
Martial Frenzel – drums

Lyrics : Alfred Gulden


Samstag 24. September 2016

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h


Vortrag
Prof. Dr. jur. Roberto Bartone – “Vor Gericht bekommt man nicht Recht, sondern ein Urteil!?” – Zur Frage von Recht und Gerechtigkeit

Prof. Dr. Roberto Bartone, Richter am Saarbrücker Finanzgericht, Professor an der Universität des Saarlandes, Gastdozent der Bundesfinanzakademie und ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht referiert zur Frage von Recht und Gerechtigkeit


Musik/Performance
“Tanz der Komödianten”

Undertone Project feat. Jorgo Schäfer und Ute Völker

9 analoge audio-visuelle Kompositionen nach einem Text von Friedrich Nietzsche

Jorgo Schäfer – Visualisierung – 9 Rollbilder
Christof Thewes – Posaune
Martin „Schmiddi“ Schmidt – Mandoline
Ute Völker – Akkordeon

BartoneProf. Dr. jur. Roberto Bartone
Studium der Rechtswissenschaften und Referendariat in Saarbrücken. Mehrjährige Tätigkeit als Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rudolf Wendt (Staats- und Verwaltungsrecht, Wirtschafts-, Finanz- und Steuerrecht) und Promotion zum Dr. iur. Im Jahr 1996 Eintritt in den höheren Dienst der saarländischen Finanzverwaltung. Seit 2000 Richter am Finanzgericht des Saarlandes. Januar 2007 bis Dezember 2009 Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht (Dezernat Prof. Dr. Osterloh). Ab 1999 Lehrbeauftragter und seit 2013 Honorarprofessor an der Universität des Saarlandes (Steuerrecht). Gastdozent an der Bundesfinanzakademie (seit 1998), Mitglied des Landesprüfungsamtes für Juristen (seit 1998), zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere auf dem Gebiet des Steuerrechts. Prof. Dr. Bartone ist verheiratet. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug in einer Jazzband.
Tanz der Komödianten
9 analoge audio-visuelle Kompositionen nach einem Text von Friedrich Nietzsche.
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Jorgo Schäfer und Ute Völker

„Der Einwand, der Seitensprung, das fröhliche Misstrauen, die Spottlust sind Anzeichen der Gesundheit: Alles Unbedingte gehört in die Pathologie.”
(aus : Friedrich Nietzsche /Jenseits von Gut und Böse, 1886, Aphorismus 15 4)Besser kann man das Credo freier Improvisationsmusik nicht beschreiben. Visualisiert durch 9 Rollbilder von Jorgo Schäfer und musikalisch ausgeführt von Ute Völker (Akkordeon), Christof Thewes (Posaune) und Martin Schmidt (Mandoline), ist der Text von F.N. „Der Mensch, der Komödiant der Welt“ ( aus „Menschliches, Allzumenschliches“, Leipzig 1886 ) titelgebend für diesen Abend.Seit nahezu 25 Jahren spielen Martin Schmidt und Christof Thewes zusammen in der Band Undertone Project, die von Duo bis Großensemble in unterschiedlichsten Konstellationen agiert und eine Jetztzeitmusik kreiert, die mit allen musikalischen ( Un- )Möglichlichkeiten arbeitet.Durch das Zusammentreffen mit der Akkordeon-Virtuosin Ute Völker verspricht der Abend ein atmosphärischer und stilistischer Höhepunkt zu werden.

tanz der komödianten

 

 

 

 


Samstag 2. Juli 2016 im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)

Beginn: 18:00 h


100 Jahre Dada

Alfred Gulden: “weh unser guter kaspar ist tot.”

Vor zweiundfünfzig Jahren angesteckt von DADA.
Alfred Gulden trägt seine ihm liebsten DADA-Texte vor.

Undertone Project
feat. Paul Lovens & Jan Roder

Christof Thewes – Posaune
Martin Schmidt – Mandoline
Jan Roder – Bass
Paul Lovens – Schlagzeug

Paul Lovens

Der in (Free-)Jazzkreisen weltbekannte Perkussionist Paul Lovens, der mit fast allen Größen der freien Improvisations-Szene gespielt hat, begeistert mit einem Ad-Hoc Spiel auf eigens zusammengestellten Perkussion-Instrumenten – baut Spannung auf, die bis zum Zerreißen ausgekostet, in einem Trommelwirbel versiegt.

25996058444_6891f957e1_zAlfred Gulden 14034707185_5cb723f545_z-3Paul Lovens 16496868579_59af33ca97_zJan Roder

Photos: Alexander Schaffer

14011472996_3d7ecb3a85_zUndertone Project (Zeichnung: Jorgo Schäfer

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Samstag 28. Mai 2016

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Dr. Ingeborg Besch – Über den Schiffweiler Künstler Walter Bernstein

Das Quartett – feat. Michel Pilz, Christof Thewes, Jan Oestreich, Michael Griener


Vortrag: Der Schiffweiler Künstler Walter Bernstein (1901 – 1981) 

Dr. Ingeborg Besch – Kunsthistorikerin

csm_010720_BlauBergmannskopf_69a7661545Walter Bernstein wuchs in Neunkirchen als Sohn eines Baumeisters der Bürgermeisterei auf. Er hatte als Kind und Jugendlicher den Wunsch Künstler zu werden, beugte sich jedoch zunächst der väterlichen Anordnung und erlernte einen ordentlichen Beruf. Anstreicher und Malermeister sollte es werden. Seine Wanderjahre führten ihn nach Nürnberg, wo er die eigene Laufbahn begann. Er studierte nach der Gesellenprüfung drei Jahre an der Kunstgewerbeschule von 1923 bis 1926. Aber es zog den intensiven Arbeiter weiter in die Hauptstadt der Künstle nach Berlin. 1926 bis 1934 studiert er freie Kunst und wird Meisterschüler bei Hans Meid. Sein Leben hatte mit Erfolgen und erstem Eheglück bereits eine Form, die durch den Tod der jungen Frau und seinen Auszug an die Front jäh zerschlagen wurde.

Einer, der den Tanz und das Theater liebte, Käthe Kollwitz und Max Slevogt verehrte, den Matthias Claudius und Bertolt Brecht inspirierten, der nach Shakespeares Hamlet und nach Fidelio von Ludwig van Beethoven zeichnete, der im gleichen Haus wie Walter Benjamin in der damaligen Nettelbeckstraße 24, Berlin Charlottenburg wohnte, der kehrt nach sechs Jahren des Umherirrens in den Wirren des Krieges in seine Heimat an die Saar zurück.

Die wenigen Zeugnisse der Vorkriegsarbeit machen deutlich, dass Bernstein bei seinen bereits entwickelten Themen bleibt. Die Landschaft der neuen alten Heimat wird allerdings nicht von Seen, sondern von Hütten- und Grubenanlagen, von Fördertürmen und Halden geformt. Er nimmt seine Aufgaben ernst und das Leben nimmt ihn ernst. Menschen in Leid und Not werden ihm wichtige Themen, wie die Vertriebenen ohne Heimkehr der Zypernkrise 1974. Zu Hause ist es das Leid des einzigen Sohnes, dessen „Heimkehr“ unerbittlich näher rückt. Michael stirbt mit 32 Jahren, drei Monate vor seinem Vater.

IMG_0333_resized_1Es werden Werke Walter Bernsteins vorgestellt, die sich mit der großen Menschheitsfrage nach unverschuldetem Unglück beschäftigen. Ob motiviert aus Literatur und Theater oder durch das persönliche Leben – diese Werke haben Walter Bernstein viel bedeutet. Er nannte sie „meine wahren Kinder.“

Seit 2016 ist Frau Dr. Besch für die Inventarisation der Werke von Walter Bernstein verantwortlich und ist derzeit kunsthistorische Kuratorin der Ausstellungen Heimkehr und Hommage, Walter Bernstein zum 115. Geburtstag. In der Waschkaue im Zechenhaus Reden umfasst das Projekt die Ausstellung Heimkehr mit Werken von Walter Bernstein, eine Ausstellung mit zehn Künstlerinnen und Künstlern des 1. Walter Bernstein Kunstpreises für Malerei und eine Ausstellung mit Skulpturen des Bildhauers Johannes von Stumm.


Das Quartett – feat. Michel Pilz

Michel Pilz – Bassklarinette
Christof Thewes – Trombone, comp.
Jan Oestreich – Bass
Michael Griener – Drums

Vor Jahren schon begeisterte Michel Pilz zusammen mit Jan Oestreich und Christof Thewes bei fulminanten Konzerten im Spielraum, aber auch auf Festivals, wie dem Luxenburger Jazzfestival in Dudelange, ihr Publikum mit rasantem Free Bop, abstrakten Balladen und einer zeitgenössischen Musikauffassung, die die ganze Tradition des Jazz in sich birgt.
Verstärkt durch den Berliner Ausnahmeschlagzeuger Michael Griener ist dieses Quartet quasi eine Traumbesetzung.

Michael Griener, Jan Oestreich und Christof Thewes gehören einer Jazzgeneration an, die mit vielen Größen der Jazzwelt (Alex Schlippenbach,Evan Parker,Luden Petrowsky,Archie Shepp uva.) auftreten und mit ihren eigenen Projekten als Bandleader eigene kompromisslose Wege zwischen experimentellem Jazz ,Neuer Musik und freier Improvisation gehen.

Michel Pilz ist eine europäische Jazzlegende, der in früheren Jahren mit der ersten Generation des Globe Unity Orchesters seine Karriere in den Sechzigern begann.

Hier Auszüge aus seiner Biographie:

14687520557_a215b7cea3_zHe was born in Germany (Bad Neustadt/Saale), and grew up in Luxembourg, where he studied classical clarinet at the conservatory. He then opted for a career in jazz playing the larger instrument, first joining the Manfred Schoof Quintet in 1968 (with Alex von Schlippenbach, Buschi Niebergall and Mani Neumeier).

In the 1970’s, Michel toured in the Near East, Asia and South America with the quintet, the “German All Stars,” the “Globe Unity Orchestra,” and, in Japan, with trumpeter Itaru Oki. Over the years, he has performed at numerous international jazz festivals, including Montreux, Bombay, Tokyo, Frankfurt and Chateau-Vallon. In October, 1999, his trio represented Germany at the European Jazz Festival in Damascus.

Michel has produced several recordings, including, most recently, “Jamabiko” (MP 841) and “Melu-Sina” (Drops CD 16). His next CD, to be entitled “Arbor,” will be out in early 2001. Today, Michel resides again in Luxembourg, where he teaches and plays local engagements. He also travels frequently for appearances in Germany, France, and elsewhere in Europe. He plays primarily with the Michel Pilz Trio, including Christian Ramond on bass and Klaus Kugel on drums. Itaru Oki often joins the group to form the Pilz-Oki Quartet for selected dates.
The potential of music as a means of enhancing international understanding became clear to Michel with his first overseas experiences. He has consistently attempted to include local musicians in his international appearances, believing the promotion of such relationships to be a critical element in the musician’s art.

Stimmen über Michel Pilz

“Pilz is a most resourceful bass-clarinetist whose main virtue is an almost Chicago-like devotion
to solo shape…”
-John Litweiler in “Downbeat”
“Michel Pilz, whose sole instrument is the bass-clarinet, has carried the Eric Dolphy legacy into the Free Jazz Era….He is a master of contradictory musical lines, flowing from the strong and furious, to the soft and warm.”
-J. E. Behrendt in his “Jazzbuch.”
“I have enjoyed Michel Pilz’s music for a long time…. A music I like, and whose claim is clear. In short: music at the top of our time.”
-Bert Noglik, jazz critic.

(Bild: Alexander Schaffer)


Samstag 30. April 2016
20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Wolfram Knauer – Die subversive Kraft des Jazz

Griener-Roder-Thewes play the music of Albert Mangelsdorff


Vortrag: Von Tadellöser & Wolf bis Black Lives Matter Die subversive Kraft des Jazz 

Wolfram Knauer – Jazzinstitut Darmstadt

KnauerKlSeit Ende des 2. Weltkriegs wurde die politische Kraft der Musik erkannt – zuerst von der US-Propaganda, die Jazzmusiker als Musterbeispiel einer demokratischen Gesellschaft durch die Welt schickte, bald aber auch von der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die vor allem auf die Friedensbotschaften des Folk setzte. Der Jazz aber war schon zuvor eine politische – oder zumindest eine politisch instrumentalisierte – Musik.

Wolfram Knauer wirft einen Blick (mit Filmausschnitten) auf sehr unterschiedliche Beispiele, in denen Jazzmusiker sich mit Politik auseinandersetzten. Das geht von der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre bis in die jüngste Gegenwart. Ein ernstes Thema, das von Unterdrückung und Rassismus, zugleich aber auch von Optimismus und der heilenden Kraft der Musik handelt und nebenbei einen kulturellen Vergleich darüber erlaubt, wie Menschen mit dunkler Vergangenheit und Gegenwart umgehen, um sie ins Positive zu wenden.

Griener-Roder-Thewes play the music of Albert Mangelsdorff

Christof Thewes – Trombone, comp.
Jan Roder – Bass
Michael Griener – Drums

Der Posaunist Albert Mangelsdorff (1928-2005) war nach dem Zweiten Weltkrieg der wohl weltweit bekannteste Jazzmusiker Deutschlands und entscheidend am Wiederaufbau der Jazzszene in Deutschland und an der Emanzipation des europäischen Jazz von dem bis etwa 1965 vorherrschenden, Musizierhaltung und Improvisation bestimmenden amerikanischen Vorbild beteiligt. Seine Stilistik und Tonsprache gelten demgegenüber als eigenständig.
Mit französischen Jazzmusikern, insbesondere mit Jean-François Jenny-Clark leitete Mangelsdorff von 1981 bis zu seinem Tod das Deutsch-Französische Jazz Ensemble, das Nachwuchsmusikern aus Deutschland und Frankreich die Möglichkeit zum gemeinsamen Spiel gab.
In dieser Jugendbigband spielte Christof Thewes in den 90-ern und lernte so sein „Idol“ persönlich kennen. Ausserdem spielten sie 1998 ein Posaunenduokonzert, das vom saarländischen Rundfunk aufgezeichnet wurde und nun bei gligg records erscheinen soll.

In dem Trio Griener-Roder-Thewes – ein Trio mit einer der innovativsten Rhythmusgruppen Europas – werden nun Arrangements nach Mangelsdorff Themen und Eigenkompositionen von Thewes der Musik Mangelsdorff’s huldigen.

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(Bild: Alexander Schaffer)


Samstag 19. März 2016
20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Gulden / Thewes: Interpunktion (Uraufführung)

Mit Alfred Gulden (Stimme, Text), Christof Thewes (Pos, Komp.), Hartmut Oßwald (Sax), Martin Schmidt (E-Bass), Daniel Prätzlich (dr)

Seit Jahren arbeiten + spielen der Schriftsteller, Sprecher Alfred Gulden und der Komponist, Posaunist Christof Thewes zusammen und kreieren dabei eine Art “Sprach – Musik“, in der alle Verbindungsmöglichkeiten von Musik und Sprache ausgelotet werden: vom (experimental-) Song bis zum Free Jazz, vom reinen Klang und Rhythmus des Sprechens bis zum (Text-)Inhalt, vom Improvisieren bis zur ausformulierten Komposition, vom Gedicht bis zum Roman.

In ihrer neuesten Arbeit verbinden sie sich mit den Musikern der Band Undertone Project: Martin Schmiddi Schmidt (E-Bass), Hartmut Oßwald (Tenorsaxophon) und Daniel Prätzlich (Schlagwerk), ein eingeschworenes Team, das schon mehrere Werke zusammen aufgeführt hat (Siebenschmerzen, Cattenom) und versprechen eine Premiere der Sonderklasse.

INTERPUNKTION

In INTERPUNKTION kommen außersprachliche Mittel (Satzzeichen, Füllsel u.a.), die eine meist selbstverständliche, und daher unbeachtete, aber doch wichtige Rolle spielen in geschriebener (Texte) und gesprochener Sprache (Rede usw), indem sie gliedern und ein inneres und äußeres sinnvolles Lesen, Sprechen und Verstehen ermöglichen, zu WORT, und ihnen wird eine STIMME (auch instrumental) gegeben. INTERPUNKTION ist ein “musikalisches Diktat”.

 

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Samstag 27. Februar 2016, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Raimund Dillmann
Buchhändler und Jazzaktivist (Wolke Verlag)

Anette von Eichel/ Christof Thewes
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Der Buchhändler und Jazzaktivist Raimund Dillmann im Gespräch mit Burkhard Ullrichs

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Vielen (free-)Jazzfreunden ist Raimund Dillmann seit Jahrzehnten ein Begriff. Mit seinem Buch und CD-Ständen ist er regelmäßiger Besucher großer Jazzfestivals und bietet ausgewählte Fachliteratur über Musiker, Musik, Musikwissenschaft und Philosophie an, die er mit dem von ihm (mit-)initiierten „Wolkeverlag“ verlegt.

Ausserdem organisiert er Konzerte und lernte viele bekannte Musiker nah und persönlich kennen. Im Gespräch mit Burkhard Ullrich werden für jeden Jazzfan interessante und spannende Einsichten, Gedanken und Erlebnisse aus vielen Jahrzehnten Jazzgeschichte offenbart.


 

Anette von Eichel/Christof Thewes – VoicesNoisesLungs’nTongues

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AnetteZwei Linien – zwei Stimmen, die sich treffen, voneinander entfernen, verschmelzen, sich streiten – immer akustisch im Moment produziert mit der Stimme und der Posaune. Kein doppelter Boden!

In ihrem neuen aufregenden Duo-Projekt haben sich mit Anette von Eichel (Gesang) und Christof Thewes (Posaune) zwei erfahrene, ausdrucksstarke, experimentierfreudige und verspielte Jazzmusiker getroffen, die sich mit diesem Projekt einen lang gehegten musikalischen Wunsch erfüllen! Auf Basis von Texten von Paul Laurence Dunbar, Maya Angelou und anderen amerikanischen Dichtern der Bürgerrechtsbewegung haben Anette von Eichel und Christof Thewes ein neues Programm zwischen Jazz und improvisierter Musik konzipiert, das erzählt, jubelt aber auch klagt. Lieder vom Gefühl des Andersseins und dem Wunsch nach Geborgenheit.

christof_thewes_photo_buntAnette von Eichel und Christof Thewes sind zwei breit aufgestellte Jazzmusiker, die in ihrer Karriere mit Kollegen wie Alexander von Schlippenbach, John Hollenbeck, Paul Lovens oder Evan Parker gespielt haben, an Theater- und Filmprojekten beteiligt waren und sich auch in der Hochschullehre ihrer beiden Fächer engagieren.



Samstag 23. Januar 2016, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Saarbrücker Darmstädter Freundschaft

Uraufführung der Komposition ”Kalenderstücke” von Christof Thewes

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 Photo: (c) Wilfried Heckmann 

2 Jahre nach ihrem ersten umjubelten Auftritt kehrt die Darmstädter-Saarbrücker Freundschaft (DSF) im Rahmen ihrer kleinen grenzüberschreitenden Tour ins Saarland zurück ,diesmal in den Spielraum nach Heiligenwald.

Die DSF vereint profilierte Musiker der Saarbrücker und Darmstädter Jazzszene (inkl. Exil-Saarländer), die seit Jahren freundschaftlich und auch musikalisch verbunden sind (Yahoos, Phase 4, Gutter Music, Frauke Kühner Quartet,
La Source Bleue). Unter der Leitung des bekannten Posaunisten und bekennenden Saarländers Christof Thewes werden dessen Kompositionen gespielt, die sich zwischen New-Jazz und Experimental-Rock bewegen. In der typischen Thewes-Manier sind sie auf die Musiker zugeschnitten und lassen viel Spielraum für individuelle wie kollektive Improvisationsexkurse: Moderner Jazz der emotionalen Art.

Christof Thewes, Posaune, Komposition, Leitung
Daniel Schmitz, Trompete
Michael Bossong, Sopransaxophon
Frauke Kühner, Tenorsaxophon
Hartmut Oßwald, Baritonsaxophon
Thomas Honecker, Gitarre
Jan Oestreich, Kontrabass
Martial Frenzel, Schlagzeug


Samstag 12. Dezember 2015, 20:00 h

Eintritt: 15 Euro (10 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Schlippenbach Trio “Winterreise”

  • Alexander von Schlippenbach – Piano

  • Evan Parker – Saxophone

  • Paul Lytton – Drums

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Wie schon in den letzten drei Jahren bietet der Spielraum e.V. am Samstag den 12. Dezember 2015 im Spielraumstudio Heiligenwald einen adventlich-musikalischen Leckerbissen: Das legendäre Schlippenbach Trio macht auch in diesem Jahr auf seiner Winterreise Station bei uns in Heiligenwald!

Das Free Jazz Trio prägt die Stilrichtung in Europa durch seine internationalen Auftritte seit über 40 Jahren.

„Seit 1970 gibt es das Schlippenbach Trio. Vordergründig als Free-Jazz-Trio bezeichnet, haben die drei Protagonisten längst zu einem eigenen Ausdruck in ihrer Improvisationsmusik gefunden. Stets präsentieren sich die drei Musiker auf hohem instrumentaltechnischem Niveau: mit einer weiten Dynamik, ad hoc improvisierend.“ (JazzThing)

Alexander von Schlippenbach zählt seit den 1960er Jahren zweifelsohne zu den wichtigsten Erscheinungen des europäischen Free Jazz. Mit dem von ihm 1966 gegründeten Globe Unity Orchestra bespielt er bis heute internationale Konzertsäle. In den späten 80-er Jahren gründete er das Berlin Contemporary Jazz Orchestra mit Größen des Avantgarde-Jazz wie Evan Parker, Paul Lovens, Kenny Wheeler, Misha Mengelberg und Aki Takase. Im Rahmen des Projektes “Monks Casino” bearbeitete er zusammen mit Axel Dörner, Uli Jennessen, Rudi Mahall und Jan Roder – letztere ebenfalls bekannte Spielraum- und gligg-records Künstler – das Gesamtwerk von Thelonius Monk. Alexander von Schlippenbach erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1976 den Kunstpreis der Stadt Berlin, 1980/1981 den Schallplattenpreis der Union Deutscher Jazzmusiker und 1994 den den “Albert Mangelsdorff Preis”.


Samstag 28. November 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Photoausstellung von Alexander Schaffer
Hausphotograph des Spielraums

Musik: Uli Soyka (dr, Wien)
mit Jan Roder (b, Berlin) & Undertone Project (Thewes/Schmidt)


Uli Soyka – Schlagzeug, Wien (Österreich)

Biographie

  • Geb. – 01.10.1964 in Wien SCHLAGZEUG – PERCUSSION – KOMPOSITION mittlerweile Vater von drei Kindern ( Buben ).
  • Im Alter von 18 Jahren (1982) entdeckte er seine Liebe zum Schlagzeug – AUTODIDAKT – während einer Fachschulausbildung zum Graveur, Gold – u. Silberschmied, an der HTBLA – Steyr / ÖO. Nach dreieinhalb Jahren Beschäftigung in den erlernten Genres, entwickelte sich nach gravierenden Lebensveränderungen die Hauptbeschäftigung 1988 in Richtung Musik.
  • Als freiberuflicher Schlagzeuger, Percussionist, Performer, Komponist vorwiegend im musikalischen Umfeld von Jazz + Improvisierter Musik, lebt und arbeitet er in Wien ( Österreich ).
  • uli_soyka_(©by Emanuel Frank)2-maliger Dozent / Sommerworkshops im Musikforum Viktring (Kärnten)
  • Lehrtätigkeit u.Workshops für Schlagzeug ( Wr. Sängerknaben seit 1999), Konzerttätigkeit mit den Wr. Sängerknaben
  • Lehrtätigkeit an div. Privatkonservatorien u. Jugendeinrichtungen d. Stadt Wien
  • Private Rhythmus – Percussions u. StrukturWorkshops
  • Schul-Musikvermittlungsprojekte mit zeitgenössischer Musik im Rahmen von „Klangnetze + Moment Musik“
  • im Rahmen des Mozartjahres ( 2005 ) – „Punkitititi“
  • Performer in der Streetdanccompany „ Vis Plastica”
  • Zusammenarbeit mit ImpulsTanzVienna (Resa Steinberg )
  • Theatermusik: Schauspielhaus – Wien, Künstlerhaustheater, usw…
  • seit 2006 / Schlagzeug-Unterricht im Gymnasium Kollegium Kalksburg (+ seperate Workshoptätigkeit)
  • 2006/07 / Musiktrainer im EQAL – Projekt „Hiphoppera“ ( Volkshilfe Wien )
  • 2006/07 / Waldorfschule Mauer (Wien) – Musiktheaterprojekt mit Margarethe Deppe
  • 2007 u. 2008 Workshops mit PatientInnen im Psychiatrischen Krankenhaus-Baumgartner Höhe.
  • 2008 / Musik zum anfassen „FUSSBALL als Klangspiel“ (Dietmar Flosdorf)
  • 2008 / Global Children Choir of Peace – Konzertreise nach Indien / Ravi Shankar & Gerald Wirth 2008 / PAN TAU – X / 10 Jahresjubiläum / Jubiläums-Konzert-Reihe in Kooperation mit MA7 (7.Wr. Gemeindebezirk)
  • 2009 bis 2015 / Fortführung der monatlichen Konzert-Reihe PAN TAU – X „musik – hautnah seit 2008

Über sein Leben und seine Kunst spricht er an diesem Abend mit Burkhard Ullrich.

Konzert:

Uli Soyka – Schlagzeug
Jan Roder – Bass
Christof Thewes – Posaune
Martin Schmidt – Mandoline

(Photo Soyka von Emanuel Frank)


Alexander Schaffer – Photograph

An diesem Abend präsentiert Alexander Schaffer einen Überblick über seine langjährige Photodokumentation der Ereignisse im Spielraum. Als Photograph ist er seit Jahren ein wichtiger Teil des Spielraum-Teams und leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum dokumentarischen Auftrag des Spielraums. An dieser Stelle sei ihm dafür im Namen aller Akteure des Spielraums ausdrücklich gedankt!

Dass es bei seiner Photographie aber nicht nur um Dokumentation sondern auch um “Lichtmalerei” geht, wird er uns mit einer Reihe von ca. 30 Werken näher bringen.

Alexander Schaffer über Alexander Schaffer::

“Ich bin fotografischer Autodidakt und fotografiere seit meinem 4 Lebensjahr analog, rein digital erst seit 2008. Themen sind und waren abstrakte Fotografie, Street-Fotografie und Dokumentarfotografie. Inhaltiche digitale Nachbearbeitung von Fotos lehne ich für meine Fotos ab. Lediglich Werkzeuge, die in der klassischen analogen Fotografie bei Aufnahme und in der Dunkelkammer zum Einsatz kommen, verwende ich auch bei der digitalen Nachbearbeitung. Seit 2009 dokumentiere ich fotografisch Spielraumveranstaltungen und Konzerte.”

Portrait_Alex_Schaffer CT_Komponist

 


Samstag 24. Oktober 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Kunst und Politik
der Künstler Bernd Rausch im Gespräch mit Burkhard Ullrich
Musik: Thewes-Prätzlich-Schmitz
Die “Im,In,Um,An +Aus-Lieder”


Bernd Rausch – Kunst und Politik

Bernd Rausch veranstaltet jedes Jahr gemeinsam mit Chris Wroblewski den Voyeur Cup, an dem er die ersten Jahre auch als Torwart (u.a. bei „Flamenco Voyeur“) teilnahm. Er ist Mitautor und Gestalter der „Big Trouble Trilogie”. Zusammen mit Reinhard Klimmt und Joachim P. Schmitt veröffentlichte er das Buch Fußball Liebe – Saarländische Fußballgeschichten und gemeinsam mit Joachim Brenner das Buch „Tatort Nassauerstr. 13“.

Bernd_R_Mitte-1In früheren Jahren war er u.a. Redakteur des Szenemagazins „Saarhexe“, des Magazins „ Voyeur“, der „Blaue Liebe“ und bis 2012 der Saarbrücker „Stadtzeitung“. Heute ist er tief in der Kunst zuhause. Ausstellungen wie „Frankfurt-Auschwitz“, die dokumentarisch-künstlerische Tagebuchauseinandersetzung “Die Röchlings und die Völkliner Hütte”  so wie „Das Menschheitsverbrechen“ sind Ausdruck seiner künstlerischen Intention.

Über sein Leben und seine Kunst spricht er an diesem Abend mit Burkhard Ullrich.

Bild: v.l. Vinni, Bernd, Joachim, 1978 Gerberplatz Saarbrücken


Thewes-Prätzlich -Schmitz

mit
Johannes Schmitz – Gitarre
Daniel Prätzlich – Schlagzeug
Christof Thewes – Posaune, Komp.

Die “Im,In,Um,An +Aus-Lieder”

Das neue Trio Thewes-Prätzlich-Schmitz spielt in einer Uraufführung den Liederzyklus Die ” Im,In,Um,An +Aus-Lieder ” von Christof Thewes.
Die drei Musiker -national wie international mit ihren Projekten unterwegs- bewegen sich in diesem neugegründeten Trio in ihrem ureigenen Feld einer zeitgenössigen, grenzenlosen Musik, die mit allen musikalischen Mitteln von Komposition + Improvisation arbeitet.


Dienstag 4. August 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Sonderkonzert – Undertone Trio
feat. Tomas Ulrich (Cello, New York)


SR_10_08_31_036Auch in diesem Jahr konnten wir es wieder arrangieren, dass der New Yorker Cellist Tomas Ulrich für eine Woche bei uns zu Gast ist. 

Neben einer Reihe von Auftritten in Saarbrücken (u.a. mit Schlippenbach, Roder, Little Big Band…siehe unten) ist Tomas Ulrich auch beim Spielraum e.V. zu einem Sonderkonzert am 4. August mit dem Undertone Trio zu Gast.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

 

 


Tomas Ulrich – Cello
Hartmut Oßwald – Bassklarinette
Martin “Schmiddi” Schmidt – Mandoline
Christof Thewes – Posaune

(Foto: A. Schaffer)


Weitere Konzerte mit Ulrich, A.v. Schlippenbach, Roder u.a.

Donnerstag 6. August 20:00 h – Innenhof der Stadtgalerie Saarbrücken
Christof Thewes Little Big Band feat. Tomas Ulrich (Cello) & Martin Schmidt (Mandoline)

Samstag 8. August 20:00 h – Stadtgalerie Saarbrücken
Undertone Project (Thewes/Schmidt) feat.
Alexander von Schlippenbach – Piano
Jan Roder – Bass
Tomas Ulrich – Cello

Sonntag 9. August 17:00 h – Schinkelkirche Saarbrücken
Tomas Ulrich – Cello Solo


Sonntag 28. Juni 2015, 16:00 h

Eintritt: 12 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 16:00 h

Spielraumfest: Thema “Nietzsche”


jorgo2Auch dieses Jahr findet wieder ein Spielraumfest statt und zwar am Sonntag, dem 28 Juni mit dem Thema: NIETZSCHE.
Drei Spielraumveranstaltungen mit dem Thema Nietzsche fanden in den letzten 12 Monaten bei uns statt, dieses nun ist die finale Veranstaltung, die mit Musik, Lesungen, Performance, Trinken und geselligem Zusammensein diesen außergewöhnlichen und großartigen Dichter, Denker und Philosophen feiern wird.
Der Vorsitzende des gemeinnützigen Spielraum e.V., Burkhard Ullrich, wird mit kurzen Randnotizen zu Leben und Werk Friedrich Nietzsches durch das Programm führen.
Für das leibliche Wohl sorgt das Spielraumteam.

Einlass 16:00 Uhr, Programmbeginn ca. 16:30 Uhr

(Zeichnung: Jorgo Schäfer “Leichte Scherze auf Kosten von Friedrich Nietzsche”)


Modern Chamber Ensemble

Quietsche, Nietzsche, Quietsche

Neue analoge Kammermusik. Uraufführung der Komposition von Christof Thewes

MCTrioClaudia Hahn – Flöte
Julien Blondel – Cello
Daniel Schmitz – Trompete
Johannes Schmitz – Gitarre
Martin “Schmiddi” Schmidt – Mandoline
Christof Thewes – Posaune, Leitung, Komposition

Das bekannte Kammerensemble, quasi die Hausband des Spielraums, zelebriert in dieser Uraufführung eine Musik zwischen Bauch, Kopf und versagender Armmuskulatur, ein Rausch extraordinärer Klänge


Alfred Gulden

Also sprach Zarathustra

471843f6fcDer bekannte Schriftsteller, Filmemacher, Musiker, Regisseur und Sprecher ließt mit seiner unvergleichlichen Stimme Ausschnitte aus dem wohl berühmtesten Werk von Friedrich Nietzsche.


Jorgo Schäfer + Underton Project

Tanz der Komödianten

eine analoge audio-visuelle Komposition nach Texten von Nietzsche.

ScreenShot130Jorgo Schäfer – Visualisierung
Christof Thewes – Posaune
Martin Schmidt – Mandoline

Seit nahezu 25 jahren spielen “Schmiddi” und “Danger Thewes” zusammen in der Band Undertone Project, die von Duo bis Großensemble in unterschiedlichsten Konstellationen agiert und eine Jetztzeitmusik kreiert, die mit allen musikalischen (Un-)Möglichlichkeiten arbeitet – bei diesem Programm in einer Premiere mit dem Wuppertaler Künstler und Cartoonist Jorgo Schäfer.


Kiss me Tiger

Independent Rock

Sabine-mit-micro2Sabine Noss – Gesang
Dirk Raber – Gitarre / Bass / Trompete / Gesang
Christoph Brachmann – Akustikgitarre / Bass / Gesang
Martial Frenzel – Schlagzeug

Emotionale, ausdrucksstarke und authentische Songs – das ist das Ziel der Saarbrücker Band Kiss Me Tiger. Die vier Musiker, um Sängerin Sabine Noss, spielen Indie-Gitarrenmusik mit Popeinschlag. Dabei wird die intensive, dunkle Stimme der Sängerin unter anderem von Trompetenklängen und einer Akustikgitarre begleitet.
Ursprünglich trat Kiss Me Tiger nämlich als Akustik-Trio, nur mit Gesang und Gitarrenmusik, auf. In ihrer Musik lassen sie sich von Künstlern wie Nick Cave & The Bad Seeds, Sonic Youth, Frank Zappa, Junip und Calexico inspirieren.


 

Samstag 30. Mai 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Vortrag: Alfred Gulden zu Friedrich Nietzsche

Musik: Zupfblasgesang

  • Agnes Heginger (Wien) – voice
  • Jan Roder (Berlin) – bass
  • Christof Thewes (Heiligenwald) – trombone

Alfred Gulden:

“Was Friedrich Nietzsche mir sagt – und Nietzsche (m)eine Stimme geben”

An Hand von Nietzsche Texten zeigt Alfred Gulden (s)einen persönlichen
Zugang zu dem berühmten (und “berüchtigten”) Philosophen.

Alfred Gulden ist langjähriges Mitglied des “Nietzsche-Forum München” und Träger der Ehrenmedaille des Nietzsche-Forums.

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Alfred Gulden lebt und arbeitet als Schriftsteller ,Sprecher und Filmemacher gleichermaßen in München und Saarlouis. Er studierte Sprechwissenschaft, Theaterwissenschaft und Neuere Germanistik an den Universitäten in Saarbrücken und München und legte 1972 sein Examen als geprüfter Sprecherzieher ab. Mitte bis Ende der sechziger Jahre führte Gulden Regie und spielte in diversen Münchnern Kellertheatern u.a. Eugène Ionesco, Edward Albee, John M. Synge und Peter Handke. 1968 gründete er dort eine avantgardistische Theatergruppe “Vorgänge/Vorstellungen”. 1969 rief er mit Freunden “Aktionsraum 1″ ins Leben, eine Halle für Aktions- und Konzeptkunst sowie für “Arte Povera” in München, die ein Jahr später, nach über 50 Veranstaltungen, aufgegeben wurde. Ende 1970 begründete Gulden in München eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft mit, “A1 Informationen”, die eine Druckerei und einen Verlag betrieb. Dort war er in den folgenden zehn Jahren beruflich tätig. Gleichzeitig arbeitete er immer wieder an künstlerischen Projekten mit; so realisierte er u.a. 1975 die “24-Stunden-Aktion” des österreichischen Künstlers Hermann Nitsch, dem wohl wichtigsten Vertreter des “Wiener Aktionismus” (und auch 1998 dessen 6-Tage-Spiel in Prinzendorf). Gulden ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.Er veröffentlichte mehrere preisgekrönte Romane (Greyhound,Ohnehaus) und Erzählbände (frau am Fenster),sowie Gedichtbände

Zupfblasgesang

Das neu formierte Trio Zupfblasgesang um die österreichische Sängerin Agnes Heginger und den beiden Quirrulanten Jan Roder und Christof Thewes macht eine zeitgenössige freie akustische (Improvisations-) Musik.
Die drei Musiker sind in dieser Woche auf einer kleinen Tournee, die sie von Berlin, über Wien nach Heiligenwald in den Spielraum führt. Agnes Heginger gastiert zum ersten mal im Spielraum, eine Premiere.

  • Agnes Heginger (Wien) – voice
  • Jan Roder (Berlin) – bass
  • Christof Thewes (Heiligenwald) – trombone
AgnesSpiegelAgnes Heginger
…erhielt ihre klassische Gesangsausbildung am Konservatorium der Stadt Wien, genoss die Jazzgesangsausbildung an der Kunstuniversität Graz, und wurde alsbald selbst Gesangsdozentin der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz / JIM. Gastdozenturen an der Swiss Jazz School Bern, und am JIB (Jazz Institute Berlin, vormals Universität der Künste Berlin) folgten. Agnes Heginger bewegt sich mit der für sie mittlerweile typischen Leichtigkeit und Virtuosität in den unterschiedlichsten Genres und spezialisierte sich in den letzten Jahren vorrangig auf Textvertonungen österreichischer und deutscher Autorinnen und Autoren.
www.agnesheginger.com
(Foto: Maria Frodl)
ScreenShot167Jan Roder
Roder studierte Musik in Hannover. Er begann seine Karriere als Rockmusiker und lebte längere Zeiten in Brasilien. 1995 kam er nach Berlin, wo er mit Musikern wie Ulrich Gumpert, Ernst-Ludwig Petrowsky, Manfred Schoof, Uschi Brüning, Joachim Kühn, Aki Takase, Gunter Hampel, Mircea Tiberian und Axel Dörner Tourneen und Konzerte spielte.
Als Nachfolger von Joachim Dette bildet er mit Axel Dörner, Rudi Mahall und Uli Jenneßen die Band Die Enttäuschung, die neben eigenen Stücken gemeinsam mit Alexander von Schlippenbach das Gesamtwerk von Thelonious Monk im Repertoire hat. Mit Björn Lücker und Henrik Walsdorff bildet er die Gruppe The Most. Daneben wirkt er im Caciula Trio (mit Maurice de Martin und Ben Abarbanel-Wolf) und der Gruppe JR 3, dem Silke Eberhard Quartett und dem Zoran Terzic Trio mit und tritt als Duopartner von Maria Răducanu auf.
christof_thewes_photo_buntChristof Thewes
leitet verschiedene Ensembles und Musikprojekte von Solo bis Big Band, die sich zwischen modernem Jazz, freier Improvisation und Neuer Musik bis hin zu experimenteller Rock, Funk und Popmusik bewegen.
gegenwärtig realisiert er diese Musik als Komponist und Leiter in den Musikgruppen Squakk, Undertone Project (Duo bis Oktet ) Modern Chamber Trio, in der Free Jazz Band Yahoos, in der Big Band Little Big Band, in den Neue Musik Ensembles Modern Chamber Trio (Ensemble ), in der Avantgarde-Popgruppe Phase 4, in dem Soloprojekt Trombonealone, in der Rock-Jazzformation The Matter of Taste,
spielt seit 2008 im Globe Unity Orchester und der Uli Gumpert Workshop Band
arbeitet im Bereich Literatur, Theater und Musik mit dem Schriftsteller, Filmemacher und Sprecher Alfred Gulden in der formation Gulden–Thewes zusammen.
Improvisationskonzerte Konzerte mit Alexander von Schlippenbach, Paul Lovens, Evan Parker, Roger Turner, Willie Kellers, Uli Boetcher, Eddie Prevost, Tomas Ulrich, Matthias Schubert, Axel Dörner, Olaf Rupp uva.

Donnerstag 30. April 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Interview:
Christiane Schauder (Künstlerin, Mainz)

Musik:
Dance the Nice Mountain – Hexentänze


Christiane Schauder

Die bekannte Mainzer Künstlerin Christiane Schauder stellt ihre mannigfaltigen künstlerischen Arbeiten vor und erzählt von ihren Kunstaktionen in einem Gespräch mit Burkhard Ullrich

Seit 1987 hat die Künstlerin ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter im deutschen Generalkonsulat in New York, im Goethe-Institut und der rheinland-pfälzischen Landesvertretung bei der EU in Brüssel, im Landtag von Rheinland-Pfalz, in der Alten Oper Frankfurt sowie in vielen Galerien und Museen innerhalb und außerhalb der Region Rhein-Main. In öffentlichen und privaten Gebäuden realisierte sie mehrere großformatige Wandgestaltungen, unter anderem im Haus des Handwerks in Mainz. Ihre Werke befinden sich in Sammlungen des Landes Rheinland-Pfalz, der Städte Mainz, Soest, Beaune und Baku sowie mehrerer Unternehmen. 1992 und 2002 erschienen Kataloge ihrer Arbeiten.

ChristianeSchauder
Von 2000 an pflegte Christiane Schauder intensive Beziehungen zu Künstlern in der Volksrepublik China, wohin sie jährlich Reisen unternahm. 2002 und 2004 stellte sie ihre Arbeiten in Guangzhou (Kanton) aus und nahm im selben Jahr einen Lehrauftrag an der China National Academy of Arts in Hangzhou wahr. Ab 2004 war sie Lehrbeauftragte an der Shanghai Normal University, Academy of Fine Arts.Seit 1997 organisiert sie gemeinsam mit ihrem Mann Günter Minas die Kunstbiennale “…3x klingeln!” in der Mainzer Neustadt.Stipendien und Arbeitsaufenthalte: Baku/Aserbaidschan (1990), Soest/Westfalen (1991/92), Beaune/Burgund (2000), Sampigny/Burgund (2011 und 2012).

Dance the Nice Mountain – Hexentänze

Passend zur Hexennacht, auch Walpurgisnacht genannt,der Nacht der Hexen, spielt eine handvoll erlesener Musikanten Kompositionen, die sich in der einen oder anderen Form dem Tanzen verpflichtet fühlen. In einer wilden Mischung aus Funk,Techno, Hip Hop, Dub Rhythmen, wie man sie aus der modernen Dance und (Underground-) Diskoszene kennt, mit   12 -tönigen, komplexen Harmonie und Melodiestrukturen, wie man sie in der Neuen (klassizistischen) Musik und dem Free Jazz benutzt, wird eine Musik kreiert, die ausserhalb gängiger Klischees, Kopf mit Herz mit Beinen verbindet. Mit dem einzigartigen Harmonicaspieler Jörg „Atsch“ Aatz, ein Eigengewächs aus Heiligenwald, ist natürlich für eine ‚‘schwere” Brise Blues gesorgt.
Eine einzigartige Musikmischung für Neugierige!!!

gafbfjacJörg Aatz – Harmonica
Thomas Honecker – Gitarre
Martial Frenzel – Schlagwerk
Martin „Schmiddi“ Schmidt-E-Bass
Christof Thewes – Posaune, Synthesizer, Komposition

 

Samstag 21. März 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Lesung: Hans Gerhard

Musik: Modern Chamber Trio


Lesung: Hans Gerhard

Der Saarbrücker Autor Hans Gerhard schreibt Erzählungen und Kurzgeschichten mit denen er über unsere Region hinaus bekannt wurde. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für eine Lesung im Spielraum gewinnen konnten, wo er uns an diesem Abend Auszüge aus seinem Werk vorstellen wird.

Werke (Auszug):

  • Glaub’s mir halt, 12 Kurzgeschichten, Edition Saarländisches Künstlerhaus, 2002
  • Sackgasse, Kurzgeschichte, in: neue literarische Pfalz, 2001
  • Student aus Deutschland, Kurzgeschichte, in der Anthologie des „Türme Babylons“ Literaturpreises für junge Autoren des Landes Rheinland-Pfalz, 2004, ebenfalls erschienen in Streckenlaeufer, Literaturzeitschrift, Saarbrücken, 2004
  • Finden Sie Slomianowski!, Kurzgeschichte, Streckenlaeufer, 2005
  • Wagga Wagga, Erzählung, Streckenlaeufer, 2006
  • Strunzprobe, Kurzautobiographie, Streckenlaeufer 2008
  • Vive President, Lease Management, D-Südwest, Kurzgeschichte, SIGNUM, Blätter für Literatur und Kritik, Dresden, Winter 2012
  • Alles was wir brauchen, 24 Erzählungen, Saarbrücken, pocul-Verlag, 2012
Gerhard_Hans
Geboren am 18. 7. 1973 in Braunschweig, übliche Jugend, mehrere mehr oder weniger erfolgreiche Studiengänge, verschiedene Jobs, zurzeit Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender VS/Saar. Lebt in Saarbrücken, wo er 2010 mit dem Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis der Landeshauptstadt ausgezeichnet wurde und 2010/2011 auch Stadtteilautor war.
(Bild: Mark Heydrich)

Modern Chamber Trio

Zeitgenössische Kammermusik

Das aus der Großformation Modern Chamber Ensemble ”hervorgegangene” Modern Chamber Trio’ – bestehend aus Julien Blondel (Cello), Claudia Hahn (Querflöte), Christof Thewes (Posaune, Komposition) – ist ein neu gegründetes und von Christof Thewes geleitetes Neue Musik Ensemble, das sich ausschließlich Originalkompositionen des Leiters widmet. Die Kompositionen von Christof Thewes sind im besten Sinne freigeistig und unterwerfen sich keinem Zeitgeist. Sie begreifen sich trotz aller Komplexität der musikalischen Mittel und des Inhalts als Spielmusik und überzeugen in einer lebendigen Interpretation, getragen von einem Ensemble überregional bekannter, mit Preisen ausgezeichneter Instrumentalisten/innen aus der Klassik-, Neue Musik- und Freie Improvisationsszene Deutschlands.

Das Trio spielt die Kompositionen Toskana, Rough Planets und Das Ding Erinnerung von Christof Thewes

MCTrioChristof Thewes – Posaune,Komposition
Julien Blondel – Cello
Claudia Hahn – Querflöte
(Bild: Alexander Schaffer)

 

Donnerstag 26. Februar 2015, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Vortrag: Michael Griener “Swing”

Musik: Squakk


Michael Griener: “Swing”
Wie der atlantische Sklavenhandel half, die sexuelle Revolution von 1968 vorzubereiten

Über die Entstehung und Entwicklung eines aussergewöhnlichen Rhythmuskonzeptes unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten “Drum-Set”

Der Jazz hat nicht nur die gesamte Musik des 20 Jahrhunderts geprägt, sondern auch darüber hinaus vor allem durch seine ihm eigene rhythmische Kraft auch unsere abendländische Körperlichkeit verändert.
In diesem Vortrag stellt Michael Griener die Besonderheiten dieses aussergewöhnlichen Rhythmuskonzeptes vor, das sich durch das Aufeinandertreffen europäischer und afrikanischer Kulturen in der “Neuen Welt” gebildet hat.
Griener_terminusSmallProf. Michael Griener ist als Schlagzeuger international tätig und unterrichtet seit 2002 an der Musikhochschule “Carl Maria v. Weber” in Dresden. 
Seit fast zwanzig Jahren gibt er Rhythmuskurse (u.a. an der Jazzschule Berlin, der Tanzakademie balance 1 & den Darmstädter Jazz Conceptions) und hält regelmässig Vorträge über Jazzgeschichte.

Squakk

Wie jedes Jahr, so macht die Berliner Jazzkapelle Squakk auch dieses Jahr bei ihrer Tournee durch deutsche Landen einen Stopp im
Spielraum. Dieses mal in ihrer ureigenen Quartettbesetzung.

Braucht die Welt noch eine neue Band aus Berlin?
Sie braucht. Nicht irgendeine, aber genau diese.
In Zeiten zunehmender Akademisierung im Jazz, in denen Musik gern in messbare Einheiten zerlegt und der Swing als rhythmische Urkraft immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird, kommt sie gerade recht um Haupt-Tugenden wie Spielfreude, Unberechenbarkeit und nicht zuletzt den Swing wieder zu reanimieren.
Ganz neu ist diese Formation zwar nicht:
Die Musiker sind zusammen 186 Jahre alt, sie spielen seit 97 Jahren miteinander, nun aber zum allerersten Mal in dieser Kombination.
Die Verbindungen untereinander indes sind immens und hochkarätig:
ScreenShot057Mahall & Thewes spielen zusammen im Globe Unity Orchestra, Griener, Roder & Thewes in der Ulrich Gumpert Workshop Band.
Mahall & Roder haben Furore gemacht mit der Einspielung des Monk-Gesamtwerkes in “Monk’s Casino” und mit ihrer Formation “Die Enttäuschung”;
Thewes & Griener beschäftigen sich bei Lacy Pool mit der Musik Steve Lacys und Griener & Roder schliesslich waren in den letzten zwanzig Jahren in so vielen Projekten als Rhythmusgruppe beteiligt, dass es müssig wäre, sie hier aufzuzählen.

Konservativ im besten Sinne verstehen es die vier, mit einem mittlerweile historisch zu nennenden Klang- und Spielideal ganz gegenwärtige Musik zu machen.

Michael Griener – drums
Jan Roder – bass
Rudi Mahall – bassklarinette, klarinette
Christof Thewes – posaune


Samstag 17. Januar 2015, 20:00 h

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

ED HOPPER RED

Sieben Geschichten und sieben Songs
nach Bildern des Malers Edward Hopper
aus „Silvertowers“, Geschichten aus New York.

von und mit

Gulden/Thewes
feat. Phase IV+ Modern Chamber Ensemble


Alfred Gulden:

Die Bilder des Malers Edward Hopper

sind für mich gefrorene Augenblicke. Filmbilder.

Stills. Einige dieser Bilder habe ich in eine

fortlaufende Reihe gebracht und „aufgetaut“. Und

damit eine Geschichte erzählt, an deren Anfang

eine Frau einen Mann verlässt, und an deren Ende

dieser Mann durch einen Zufall zu Tod kommt.


Die Musik des Projektes ED HOPPER RED ist eine zeitgemäße Umsetzung des Kunstliedgedankens. Christof Thewes verbindet in seiner Komposition Songs, die sich in einem popkulturellen Kontext bewegen, mit einem klassizistischen Klangbild eines Kammerensembles und verbindet diese Elemente zu einer eigenständigen Musik, getragen von herausragenden Instrumentalisten und dem Aufeinandertreffen der Singstimme von Sabine Noß mit der Sprechstimme  Alfred Guldens.

Alfred Gulden – Stimme, Text
Christof Thewes – Posaune, Komposition
Sabine Noß – Gesang
Hartmut Oßwald – Bassklarinette
Daniel Schmitz – Trompete
Claudia Hahn – Flöte
Martin Schmiddi Schmidt – Mandoline
Johannes Schmitz – Gitarre
Julien Blondel – Cello
Kaori Nomura – Klavier
Jan Oestreich – Bass
Martial Frenzel – Schlagzeug
Sabine-mit-micro2

GuldenThwaes

 


Dienstag 9. Dezember 2014, 20:00 h

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Schlippenbach Trio: Winterreise

Wie schon in den letzten beiden Jahren bietet der Spielraum e.V. am Dienstag den 9. Dezember 2014 im Spielraumstudio Heiligenwald zusammen mit gligg records einen adventlichen Leckerbissen: Das legendäre Schlippenbach Trio macht auch in diesem Jahr auf seiner Winterreise Station bei uns in Heiligenwald!

Alexander von Schlippenbach – Piano
Evan Parker – Saxophon
Paul Lovens – Drums
schlippenbachtrio

Das Free Jazz Trio prägt die Stilrichtung in Europa durch seine internationalen Auftritte seit über 40 Jahren.

„Seit 1970 gibt es das Schlippenbach Trio. Vordergründig als Free-Jazz-Trio bezeichnet, haben die drei Protagonisten längst zu einem eigenen Ausdruck in ihrer Improvisationsmusik gefunden. Stets präsentieren sich die drei Musiker auf hohem instrumentaltechnischem Niveau: mit einer weiten Dynamik, ad hoc improvisierend.“ (JazzThing)

lovens Parker schlippenbach

Alexander von Schlippenbach zählt seit den 1960er Jahren zweifelsohne zu den wichtigsten Erscheinungen des europäischen Free Jazz. Mit dem von ihm 1966 gegründeten Globe Unity Orchestra bespielt er bis heute internationale Konzertsäle. In den späten 80-er Jahren gründete er das Berlin Contemporary Jazz Orchestra mit Größen des Avantgarde-Jazz wie Evan Parker, Paul Lovens, Kenny Wheeler, Misha Mengelberg und Aki Takase. Im Rahmen des Projektes “Monks Casino” bearbeitete er zusammen mit Axel Dörner, Uli Jennessen, Rudi Mahall und Jan Roder – letztere ebenfalls bekannte Spielraum- und gligg-records Künstler – das Gesamtwerk von Thelonius Monk. Alexander von Schlippenbach erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1976 den Kunstpreis der Stadt Berlin, 1980/1981 den Schallplattenpreis der Union Deutscher Jazzmusiker und 1994 den den “Albert Mangelsdorff Preis”.


Samstag 22. November 2014, 20:00 h

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Dr. Wolfram Knauer

Charlie Parker
Lesung und Bericht über die Annäherung an einen großen Musiker

Viele Jazzmusiker und Jazzfans verdanken ein entscheidendes Initiationserlebnis der ersten gehörten Aufnahme von Charlie Parker. Am Anfang steht meist ein tiefes Befremden über ein fast außerirdisches Tempo und die gleisende Kälte der Melodieführung, dann eine Faszination, schließlich erwacht unweigerlich der Ehrgeiz, das zu verstehen, nachzuspielen. Und dann die Trauer und das Erschrecken über ein so kurzes, so in Drogen und Depression gescheitertes Leben bei all der künstlerischen Perfektion und Virtuosität. Von dieser Spannung zwischen musikalischem Höchstniveau und einem Leben voller Abstürze erzählt Wolfram Knauer, der Leiter des Jazzinstituts in Darmstadt, in seinem im Februar 2014 beim Reclam-Verlag erschienenen jüngsten Buch über den Autor der Improvisationssprache, die inzwischen der ganze Jazz spricht.

Wolfram Knauer leitet seit 1990 das Jazzinstitut Darmstadt, lehrte daneben an mehreren deutschen Hochschulen und Universitäten. Er ist Herausgeber der Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, sitzt im Herausgebergremium der internationalen Fachzeitschrift Jazz Perspectives und ist Autor etlicher wissenschaftlicher Beiträge in Büchern und Fachzeitschriften. Im Frühjahr 2008 lehrte er als erster nicht-amerikanischer Louis Armstrong Professor of Jazz Studies an der Columbia University in New York.

MILES oder DIE PENDELUHR AUS MONTREUX

von Henning Mankell in der Übersetzung von Hansjörg Betschart

Mit Frank Busch | Livemusik: Christof Thewes
Regie: Dieter Desgranges
Regieassistenz: Ruth Boguslawski

MilesTheater
FotoGrafik: C. Spanier

Steinar, ein einfacher Schrottplatzbesitzer aus Norwegen, begleitet seinen Kumpel nach Montreux, der dort Miles Davis als Fahrer dient. Backstage erlebt er dort das legendär gewordene »Sketches of Spain«–Konzert des genialen Trompeters. Dies wird ihn selbst, sein Denken, Fühlen und Handeln verändern … »Wir standen im Dunkel und linsten auf die Bühne hinaus. Wir sahen die Zuschauer mit all ihren Erwartungen. Und dann kam Miles. Er stand reglos im Dunkel hinter der Bühne, in sich versunken, die Trompete in der hängenden Hand. Niemand durfte ihn stören. Niemand durfte ihm nahe kommen. Als sei er in einem Gebet versunken. Zum Gott der Musik. Oder vielleicht zu sich selbst. Plötzlich reckte er sich und betrat dann die Bühne, ohne Zögern – gefolgt von seinen Musikern. Dann brauste der Jubel. Ich muss zugeben: Ich hatte einen Klumpen im Hals und Gänsehaut am ganzen Körper.« Das Stück ist eine Hommage an das Jazz-Genie Miles Davies, an einen Mann, der unter Einsamkeit und Vorurteilen litt. Es erzählt von der Schönheit Juliette Grécos, von Schweizer Uhren, von Lieblingsakkorden (besonders dem B-Dur-Akkord) und vom Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Der Text wirft nicht nur ein neues Licht auf einen großartigen Musiker, er öffnet einem auch das Herz.

Eine Produktion des Theater im Viertel-Studiotheater Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main

 

 


 

Samstag 27. September 2014, 20:00 h

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Ausstellung und Interview:
Jorgo Schäfer: “leichte scherze auf kosten von friedrich nietzsche”

Musik:
Undertone Project feat. Oestreich/Kölsch


Ausstellung und Interview: Jorgo Schäfer: “leichte scherze auf kosten von friedrich nietzsche”

ScreenShot130

Die Serie “leichte scherze auf kosten von friedrich nietzsche” entstand 1999 zum 100. Todestag von Friedrich Nietzsche und wurde bereits in vielen Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Jorgo Schäfer wird an diesem Abend eine Auswahl dieser Cartoons mitbringen und im Gespräch mit Burkhard Ullrich vorstellen.

Jorgo Schäfer ist Maler und Cartoonist, und er liebt Jazz – am meisten die freie, offene Form. Die Nähe zu dieser Musik ist gewachsen über Jahrzehnte, sie wurde initiiert und intensiviert durch die Freundschaft zu Peter Kowald (gest. 2002), dem Wuppertaler Free-Jazz-Bassisten und Mitbegründer des „vision festivals“. Diese Verbundenheit mit dem Jazz führte Jorgo Schäfer zu einem ganz eigenen künstlerischen Ausdruck
Er skizziert, er zeichnet, er malt, während die Musiker auf der Bühne spielen, jamen, improvisieren. Hören und Sehen sind im sinnlichen Wechselspiel, Aufnehmen und Ausagieren fallen ineins, Musik und Malerei laufen parallel. Parallelen treffen sich im Unendlichen: Hör-Bilder entstehen.

jorgo2

Undertone Project feat. Oestreich/Kölsch

Martin Schmiddi Schmidt – Mandoline, E-Bass
Christof Thewes – Posaune, Komp.

feat.

Jan Oestreich – Kontrabass
Dirk Peter Kölsch – Schlagwerk

Seit nunmehr fast 25 Jahren arbeiten die Musiker Christof Thewes und Martin Schmidt zusammen in der Band Undertone Project, die in unterschiedlichen Besetzungen von Duo über Trio, Quartet bis Oktet eine Art ”grenzenloser Musik” realisiert, die weder stilistische noch strukturelle Einengungen akzeptiert und bedient sich inspirativ unterschiedlicher Genres. Im improvisierenden Kontext verschmelzen jazz- und populärmusikalische Strukturen mit Elementen der Neuen Musik. Ist das jetzt Freejazz à la Ornette Coleman, von Schönberg, Frank Zappa oder ELP inspiriert? Ein Reinheitsgebot oder reine Lehre (Leere?) gibt es nicht, wird sozusagen ungewollt ad absurdum geführt. Die Thewesschen Kompositionen überzeugen durch melodische und rhythmische Vielfalt. Organisch verbinden die Musiker Tradition und abstrakt klingende Zwölftönigkeit mit emotionaler Interpretation und ihrem jeweiligen Personalstil.

Im Spielraum nun die neuesten Werke : Kafkafragmente, Prology und vieles mehr


 

Samstag 19. Juli 2014, ab 16:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 16:00 h

Spielraumfest


Geht das ?

Lachen, Trinken, Essen,Schwätzen, Tanzen, Fröhlich sein und gleichzeitig hochwertige Musik, interessante Textbeiträge hören und darüber auf höchstem Niveau diskutieren. ..und trotzdem gut gelaunt bleiben ?
Ja, und zwar nur bei uns auf dem Spielraumfest.

UllrichBei lockerem Zusammensein spricht Burkhard Ullrich in kurzen Textbeiträgen über die 7 TODSÜNDEN
Eine Photoausstellung in allen Räumen des Spielraums mit Werken unseres Hausphotographen Alexander Schaffer. Thema : 7 jahre Spielraum

Ausserdem zelebrieren wir den Tag der Sängerinnen.

Es spielen…

Paulina Ella Thewes Band

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Paulina Ella Thewes – voice
Martial Frenzel – drums
Patt Schmiddi – bass
Pappa Thewes – Klavier
dr. friend of the house atsch – harp

Antje Bockel – Standardproject

Antje Bockel – voice + Trombone
Christof Thewes – klavier, trombone
Martin Schmiddi Schmidt – bass
Martial Frenzel – drums

Kiss me Tiger (Akustik Trio) spielen Hitzestau

HitzestauAm Anfang war es ein Experiment. Komponieren und Aufnehmen zur selben Zeit. Sehr schnell ohne nach zu denken. 10 Minuten und fertig. Die Idee dahinter: den Moment einzufangen wenn das Lied entsteht. Keine Angst vor dem Unbewussten. Kontrolle verlieren. Spielen – wie ein Kind – mit Einfachheit.

Christoph Brachmann als Teil des Musikerkollektivs Kiss me Tiger steht bei seinem Projekt Hitzestau ganz bewusst in der Tradition der Lo-Fi Bewegung wobei ihn hierbei weniger deren Klangästhetik interessiert sondern die maximale Beschleunigung des Arbeitsprozesses und damit einhergehend Zugang zum Unterbewusstsein. Also im gewissen Sinne eine Art Grundlagenforschung.

Zusammen mit der Sängerin Sabine Noss und dem Gitarristen und Trompeter Dirk Raber werden als Kiss me Tiger (Akustik Trio) ein paar Songs aus diesem Kontext präsentiert.

Hören:
http://hitzestau.bandcamp.com/

PHASE VIER – Independent Jazz Songs

Sabine Noß – voice
Christof Thewes – trombone,composition
Hartmut Oßwald – bass clarinet
Martin Schmiddi Schmidt- bass
Martial Frenzel -drums

Seit vielen Jahren arbeiten die Rocksängerin Sabine Noß und der Jazzposaunist Christof Thewes in der Band Phase IV zusammen und kreieren seither, komplettiert durch den Bassklarinetisten Hartmut Oßwald, den Kontrabassisten Jan Oestreich und den Schlagzeuger Martial Frenzel, selbstkomponierte (Pop-)Songs in einem eigenwilligen Stilmix zwischen Unplugged-Minimalismus und rasantem Powerplay mit Dub, Funk und (Free)Jazzeinflüssen.
Ohne Elektronik mit rein akustischen Instrumenten spielt Phase IV eine zeitgemäße Popmusik, die sich jenseits folkloristischer Sentimentalitäten bewegt und mit einer fast schon traditionell zu nennenden, jazzigen Spielauffassung agiert, die Interaktion, Improvisation und Virtuosität der Musiker erfordert.
Die hochwertigen Texte der Songs stammen aus der Feder des bekannten Schriftstellers,Theaterregisseurs und Fimemacher Alfred Gulden.
Das unvergleichliche und warme Timbre der Stimme von Sabine Noß, die ungewohnte Instrumentierung der eigenwilligen Kompositionen von Christof Thewes, die Spielfreude der Musiker in Verbindung mit den hochwertigen Texten garantieren ein originäres Musikerlebnis.

Aus dem aktuellen Programm SOUTHWEST:

Sabine Noß erlernte autodidaktisch Gesang, klavier und Bass, sang in den Neunzigern in der Independentgruppe Sea Empress,in der Big Band Little Big Band und ist aktuell Frontsängerin der Band Kiss me Tiger.

Christof Thewes ist einer der führenden deutschen Jazzposaunisten, spielt neben seinen eigenen Projekten in so bekannten Ensembles wie dem legendären Globe Unity Orchester.(www.christofthewes.de)

Hartmut Oßwald spielt neben den Bands mit thewes Weltmusik mit der Gruppe Global Visions und Free Jazz in seinem Duo mit Stefan Scheib, dem Berliner Großensemble Bikini Big Band und der Band Yahoos

Jan Oestreich studierte am Conservatoire de la Musique Luembourg. Er war Mitbegründer der Bands „Temathe“ und „Jazz-attakk“ und spielte Tourneen mit Ted Curson, Annette Lowman, Joe Lee Wilson und Archie Shepp. (www.facebook.com/jan.oestreich.1‎)

Martial Frenzel studierte in Saarbrücken Schlagzeug, ist eine der neuen Schlagzeugstimmen in Deutschland und spielt mit seiner Stammformation UHL Musik zwischen Jazz und Rock. (www.facebook.com/martial.frenzel)

 


 

Samstag 21. Juni 2014, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Ödipus und der Ödipus-Komplex

Vortrag: Dietmar Seel und Burkhard Ullrich

Musik: Berliner Stammtisch (Roder/Thewes/Steidle/Schmidt)


„Ödipus und der Ödipus-Komplex – eine Revision“ – Teil 2

Ein Vortrag von Dietmar Seel und Burkhard Ullrich
Anmerkung: Teil 2 wird auch für Hörer, die Teil 1 nicht gehört haben, verständlich sein!

Die Referenten: Dietmar Seel und Burkhard Ullrich sind Diplompsychologen, Psychologische Psychotherapeuten und Psychoanalytiker (DGPT). Als solche sind sie in eigener Praxis niedergelassen, Dietmar Seel in Saarbrücken, Burkhard Ullrich in Neunkirchen. Beide sind Vorstandsmitglieder des Saarländischen Instituts für Psychoanalyse und Psychotherapie (SIPP).

hellVorderseiteIm ersten Teil des Vortrags (15.03.2014) hatte B. Ullrich die FREUDsche Theorie des „Ödipus-Komplexes“ als zentrales Konzept der Psychoanalyse vorgestellt: Der Sohn rivalisiert mit dem Vater um die Liebe der Mutter und will den Rivalen beseitigen, die Tochter rivalisiert mit der Mutter um die Liebe des Vaters und will die Rivalin beseitigen. Dabei wurde deutlich, dass der „Ödipus-Komplex“ bereits eine Revision der zeitlich früheren sog. „Verführungstheorie“ FREUDs darstellt, in der das Drama von den Eltern und nicht vom Kind inszeniert wird. Danach wurde SOPHOKLES‘ Drama „Ödipus Rex“, in dem Ödipus seinen leiblichen Vater, Laios, ermordert und mit seiner Mutter, Jokaste, eigene Kinder zeugt, als EINE Version der Ödipus-Mythen zusammengefasst, auf die sich auch FREUD berief. Im jetzt anstehenden zweiten Teil werden die Referenten das FREUDsche Vorgehen umkehren und die verschiedenen Varianten des Ödipus-Mythos zur Interpretation des Ödipus-Komplexes nutzen und hellRueckseitedabei Aspekte einbeziehen, die FREUD nicht berücksichtigt hat. Sie kommen dabei zu überraschenden Ergebnissen und zu der Schlußfolgerung, dass Ödipus keinen „Ödipus-Komplex“ (im Sinne FREUDs) hatte – mit weitreichenden Folgen für die psychoanalytische Theoriebildung und Praxis. Der Vortrag basiert auf einem Buch der Psychoanalytiker Siegfried Zepf, Florian Daniel Zepf, Burkhard Ullrich & Dietmar Seel, das voraussichtlich im Juni 2014 im PsychoSozialVerlag unter dem Titel des Vortrags erscheinen wird (Info PDF). Artikel von Siegfried Zepf, Burkhard Ullrich & Dietmar Seel in den Fachzeitschriften „Kinderanalyse“ (erschienen 2014) und „International Journal of Psychoanalysis“ (in Review) widmen sich dem gleichen Thema. Die beiden hier abgedruckten Gemälde stammen von der Saarbrücker Künstlerin Mane HELLENTHAL und symbolisieren Ausgangspunkt und Konklusion der langjährigen Auseinandersetzung der Autoren mit dem Thema. Sie dienten auch als Vorlage für das Cover des o.g. Buches (Vorder- und Rückseite).


Musik: Berliner Stammtisch

Jan Roder – Kontrabass
Ollie Steidle – Schlagzeug
Martin ”Schmiddi” Schmidt – Mandoline
Christof Thewes – Posaune, Komposition

ScreenShot168Seit nunmehr über 30 Jahren realisieren der Posaunist und Komponist Christof Thewes und der Bassist ,Mandolinist und Produzent Martin Schmiddi Schmidt in unterschiedlichsten Besetzungen ihre Vorstellung einer befreiten Musik, die sich ausserhalb jeglicher Klassifikation bewegt und ebenso komponiert wie improvisiert, laut wie leise, akustisch wie elektrisch, krumm wie kraddelig mit allem spielt was geht.
Für ihre neue Band konnten sie zwei Musiker der Berliner Szene gewinnen : die international bekannten ScreenShot167Jan Roder und Ollie Steidle an Bass und Schlagzeug. Beide spielen in so bekannten Bands wie die Enttäuschung,Monks Casino,der rote Bereich und der sehr erfolgreichen free jazz Band Soko Steidle uva. Sie haben gerade mit ihrem Trio Die Dicken Finger eine Deutschlandtournee mit Peter Brötzmann hinter sich gebracht und …..
…….Nun -wie so oft- eine Premiere im Spielraum: Der BERLINER STAMMTISCH


Mittwoch 30. April 2014, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Film und Musik

Film und Interview: Tom Wagner

Musik: Modern Chamber Acoustic Blues Ensemble

1. Teil: Film und Interview Tom Wagner

“Frauke hat gesagt….oder Die Fortbildung”
Kurzfilm. Deutschland 2011
Regie: Tom Wagner & Evelyn Müller. Darsteller: Joachim Lünenschloß, Bettina Koch, Anka Graczyk, Peter Lünenschloß. Musik: Gurdonak, Peter Rudenko.

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Heribert, 50, verheiratet, zwei Kinder, Angestellter und Besitzer eines Eigenheims leidet unter dem Gefühl, dass in seinem Leben etwas Entscheidendes fehlt. In der Hoffnung, sein wahres Selbst und den Schlüssel zum Glück zu finden, nimmt er an einem Seminar teil. Und tatsächlich, drei Tage Fortbildung bei Frauke und Heribert ist gerettet. Unerreichbar für alles und jeden blickt er einer glücklichen Zukunft entgegen. Ausgerüstet mit der Fähigkeit, die Realität als das Produkt seiner eigenen Phantasie anzusehen, gelingt es ihm, sich von seiner selbst geschaffenen Wirklichkeit unabhängig zu machen. Die Sorgen des Alltags verblassen unter Anwendung der neu erlernten Kunstfertigkeit. Auf dem Nachhauseweg erprobt Heribert deren Tauglichkeit. Die Welt kann ihm nichts anhaben, Prostitution, Mord, nichts vermag ihn zu erreichen, nicht einmal das Blaulicht und die Sirene des Polizeiwagens, der sich an seine Fersen heftet. Kurt, ein alter Hase, und Babs, die Anfängerin, stoppen den unbeeindruckten und reaktionslosen Heribert. Der nimmt sein Schicksal in die Hand, wie Frauke es ihn gelehrt hat. Doch ahnt er nicht zu welchem Preis. Frauke hat gesagt…oder die Fortbildung versteht sich als Satire auf alle Fortbildungen, die suggerieren, es gäbe ein exklusives Geheimwissen und man brauche nur in dessen Besitz zu gelangen, um zu den Auserwählten zu zählen, denen nichts mehr passieren kann, weil sie die Welt erkannt zu haben glauben. Da kulturelle Orientierungsmaßstäbe mehr und mehr verloren gehen, entsteht ein immer größer werdender Markt der Angebote individueller Glücksfindung und Orientierungen. Der Held des Films, Heribert, der sich in seiner Lebenssituation unzufrieden fühlt, fällt diesem Markt zum Opfer. Der Boom an Seminaren, Fortbildungen und Weiterbildungen, ganz nach der Devise des „lebenslangen Lernens“, signalisiert den Menschen, dass sie nicht mehr den modernen Erfordernissen entsprechen und somit in ihrem So-Sein nicht genügen. Eine auf diese Weise von der Wachstumsideologie dominierte Kultur richtet ihren Fokus auf das, was es zu erreichen gilt und verliert ihre Beziehung zum „Jetzt“. Eine solche Kultur erzählt davon, dass das richtige, das unmittelbare Leben etwas ist, das noch kommen wird. „Frauke hat gesagt…oder die Fortbildung“ will die Illusion offenbaren, die diesem Denken inne wohnt. Denn das Leben findet nicht, wie der Markt an Fortbildungen, Seminaren und Weiterbildungen suggeriert, in der Zukunft statt. Das Leben ist immer im Jetzt.

2. Teil: Modern Chamber Acoustic Blues Ensemble

Jörg Aatz – Mundharmonika
Thomas Honecker – Gitarre
Hartmut Oßwald – Barisax
Martin ”Schmiddi” Schmidt – Mandoline
Christof Thewes – Posaune
Jan Oestreich – Bass
Martial Frenzel – Schlagzeug

Das Modern Chamber Ensemble, verstärkt um den Munharmonikaspieler Jörg Aatz, spielt an diesem Abend Bluesstücke von Christof Thewes, die zwar in einem harmonischen und rhythmischen Bezug zur traditionellen Bluesmusik stehen ,aber in einer thematischen Weiterführung dieser Musiktradition zeigen, dass Blues die ursprünglichste Form moderner, zeitgenössischer Improvisationsmusik ist. Quasi die Urform des Free Jazz.
Wie immer ist die Musik unvorher(hör)sehbar, energisch und handgemacht.


Samstag 15. März 2014, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Ödipus-Mythen und Ödipus-Komplex

Vortrag und Musik: Burkhard Ullrich / Modern Chamber Ensemble

Vortrag: Burkhard Ullrich (Psychoanalytiker)
„Ödipus und der Ödipus-Komplex – eine Revision“ – Ein 2-Teiler im Spielraum

Referent: Burkhard Ullrich Burkhard Ullrich, Dipl. – Psych., Psychoanalytiker (DGPT) in eigener Praxis in Neunkirchen. Mitglied des Saarländischen Instituts für Psychoanalyse und Psychotherapie.

UllrichDer Ödipus-Komplex gilt als eines der zentralen Konzepte der Psychoanalyse: Der Sohn rivalisiert mit dem Vater um die Liebe der Mutter und will den Rivalen beseitigen, die Tochter rivalisiert mit der Mutter um die Liebe des Vaters und will die Rivalin beseitigen. „Ich getraue mich zu sagen, wenn die Psychoanalyse sich keiner anderen Leistung rühmen könnte als der Aufdeckung des verdrängten Ödipuskomplexes, dies allein würde ihr den Anspruch geben, unter die wertvollen Neuerwerbungen der Menschheit eingereiht zu werden“ (Sigmund Freud 1940a, S. 119f.). Den Namen für diesen Komplex entlehnt Freud be¬kanntlich Sophokles’ Drama Ödipus Rex, in dem Ödipus seinen leiblichen Vater, Laios, ermordert und mit seiner Mutter, Jokaste, eigene Kinder zeugt. Die Psychoanalytiker Siegfried Zepf, Florian Daniel Zepf, Burkhard Ullrich & Dietmar Seel haben in ihrem im Juni 2014 im PsychoSozialVerlag erscheinenden Buch „Ödipus und der Ödipus-Komplex – Eine Revision“ ausgehend von den verschiedenen Varianten des Ödipus-Mythos das Freud’sche Konzept hinterfragt.

In seinem einleitenden Referat am 15. März wird Burkhard Ullrich die grundlegenden Konzepte, die Mythen und die Vorgehensweise der Autoren darstellen, sowie Fragen und und erste Schlußfolgerungen zur Diskussion stellen. Im 2. Teil (am 21. Juni 2014) werden die Autoren (Burkhard Ullrich und N.N.) die diskutierten Aspekte zusammenfassen, ihre Schlüsse und deren Konsequenzen darlegen und sie anhand exemplarischer Betrachtungen veranschaulichen.

Modern Chamber Ensemble: „Ödipus Komplex“
Uraufführung einer Komposition von Christof Thewes

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Samstag 15. Februar 2014, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

50/70 Gulden/Thewes

Lesung, Musik, Improvisationen

Im Januar diesen Jahres feierten Alfred Gulden und Christof Thewes einen runden Geburtstag: Gulden wurde 70, Thewes 50.
So war es klar, dass die Feierlichkeiten auch im Spielraum ihre Fortsetzung finden mit einem gemeinsamen Programm und vielen Freunden. Die Berliner Band ”Squakk” wird da sein, ebenso einige bekannte saarländische Musiker, die zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Klang und Wort gemeinsam mit den Texten und der aussergewöhnlichen Sprach- und Sprechkunst Alfred Guldens die Wände zum wackeln bringen werden.

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Mitwirkende sind:
Alfred Gulden: Text ,Stimme
Christof Thewes: Posaune
Rudi Mahall: Bassklarinette
Jan Roder: Kontrabass
Martin ”Schmiddi” Schmidt: Mandoline
Hartmut Oßwald: Saxophone
Michael Griener: Schlagzeug

GULDEN /THEWES
Seit Jahren arbeiten + spielen der Schrifsteller, Sprecher Alfred Gulden und der Komponist und Posaunist Christof Thewes zusammen. In dieser Zeit wurden mehrere Programme erarbeitet deren Besetzungen von Duo bis Big Band reichen, in verschiedenen Städten (Nantes, Berlin, Saarbrücken) uraufgeführt und im Radio Berlin Brandenburg + dem saarländischen Rundfunk als Auftragskompositionen produziert wurden. Verbindendes Glied der unterschiedlichen Programme sind die Texte und die prägnante Stimme Alfred Guldens, die mit der Musik sowie dem virtuosen Posaunenspiel Christof Thewes´bestens korrespondieren.

Squakk
Braucht die Welt noch eine neue Band aus Berlin?
Sie braucht. Nicht irgendeine, aber genau diese.
In Zeiten zunehmender Akademisierung im Jazz, in denen Musik gern in messbare Einheiten zerlegt und der Swing als rhythmische Urkraft immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird, kommt sie gerade recht um Haupt-Tugenden wie Spielfreude, Unberechenbarkeit und nicht zuletzt den Swing wieder zu reanimieren.
Ganz neu ist diese Formation zwar nicht:
Die Musiker sind zusammen 186 Jahre alt, sie spielen seit 97 Jahren miteinander, nun aber zum allerersten Mal in dieser Kombination.
Die Verbindungen untereinander indes sind immens und hochkarätig:
Mahall & Thewes spielen zusammen im Globe Unity Orchestra, Griener, Roder & Thewes in der Ulrich Gumpert Workshop Band.
Mahall & Roder haben Furore gemacht mit der Einspielung des Monk-Gesamtwerkes in “Monk’s Casino” und mit ihrer Formation “Die Enttäuschung”;
Thewes & Griener beschäftigen sich bei Lacy Pool mit der Musik Steve Lacys und Griener & Roder schliesslich waren in den letzten zwanzig Jahren in so vielen Projekten als Rhythmusgruppe beteiligt, dass es müssig wäre, sie hier aufzuzählen.

Konservativ im besten Sinne verstehen es die vier, mit einem mittlerweile historisch zu nennenden Klang- und Spielideal ganz gegenwärtige Musik zu machen.

http://michael-griener.de/deutsch/page15/squakkdd.html

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Montag 9. Dezember 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

Schlippenbach Trio – “Winterreise”

Wie schon im letzten Jahr bietet der Spielraum e.V. am Montag den 9. Dezember 2013 im Spielraumstudio Heiligenwald zusammen mit gligg records einen adventlichen Leckerbissen: Das legendäre Schlippenbach Trio macht auch in diesem Jahr auf seiner Winterreise Station bei uns in Heiligenwald!

Alexander von Schlippenbach – Piano

Evan Parker – Saxophon

Paul Lovens – Drums

Das Free Jazz Trio prägt die Stilrichtung in Europa durch seine internationalen Auftritte seit über 40 Jahren.

„Seit 1970 gibt es das Schlippenbach Trio. Vordergründig als Free-Jazz-Trio bezeichnet, haben die drei Protagonisten längst zu einem eigenen Ausdruck in ihrer Improvisationsmusik gefunden. Stets präsentieren sich die drei Musiker auf hohem instrumentaltechnischem Niveau: mit einer weiten Dynamik, ad hoc improvisierend.“ (JazzThing)

Alexander von Schlippenbach zählt seit den 1960er Jahren zweifelsohne zu den wichtigsten Erscheinungen des europäischen Free Jazz. Mit dem von ihm 1966 gegründeten Globe Unity Orchestra bespielt er bis heute internationale Konzertsäle. In den späten 80-er Jahren gründete er das Berlin Contemporary Jazz Orchestra mit Größen des Avantgarde-Jazz wie Evan Parker, Paul Lovens, Kenny Wheeler, Misha Mengelberg und Aki Takase. Im Rahmen des Projektes “Monks Casino” bearbeitete er zusammen mit Axel Dörner, Uli Jennessen, Rudi Mahall und Jan Roder – letztere ebenfalls bekannte Spielraum- und gligg-records Künstler – das Gesamtwerk von Thelonius Monk. Alexander von Schlippenbach erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1976 den Kunstpreis der Stadt Berlin, 1980/1981 den Schallplattenpreis der Union Deutscher Jazzmusiker und 1994 den den “Albert Mangelsdorff Preis”.

 

 

Samstag 19. Oktober 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h

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Paul Lovens

Der in (Free-)Jazzkreisen weltbekannte Perkussionist Paul Lovens, der mit fast allen Größen der freien Improvisations-Szene gespielt hat, begeistert mit einem Ad-Hoc Spiel auf eigens zusammengestellten Perkussion-Instrumenten – baut Spannung auf, die bis zum Zerreißen ausgekostet, in einem Trommelwirbel versiegt.

Nach dem erfolgreichen Konzert im Dezember 2012 im Spielraum mit dem Schlippenbach Trio (Schlippenbach/Evans/Lovens), freuen wir uns sehr, Paul Lovens als Gast-Solisten zusammen mit dem Undertone Trio bei uns begrüßen zu dürfen!

Übrigens: Das Schlippenbach Trio wird auch bei seiner Winterresie 2013 noch einmal im Spielraum zu Gast sein: Am Montag den 9. Dezember.

Interview und Konzert zusammen mit Undertone Trio (Thewes/Oßwald/Schmidt)

Paul Lovens – Schlagwerk
Christof Thewes – Posaune
Hartmut Oßwald – Bassklarinette
Martin Schmidt – Mandoline

 

Samstag 22. Juni 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Der zweite Jugendspielraum

 

Jakob Ziegler: “Fantasy – von  Religion zum Massenkonsumgut”

Seit den riesigen Erfolgen der Herr der Ringe -Filme und der Harry Potter Bücher ist das Fantasy Genre in aller Munde .Was sind die ursprünge ,die Hintergründe des Genres ,was macht seine Faszination aus
Dieseren Fragen geht der Abiturient ,Greenpaeceaktivist und Fantasyfan Jacob Ziegler in seinem Vortrag nach.

West Side Gang plays the music of Michael Jackson

die west -side gang präsentiert,zersägt und verjazzt beim diesjährigen jugendspielraum stücke des verstorbenen entertainers Michael Jackson.Durch die eigenwillige Interpretation der WestSide Gang werden die Stücke Jacksons zeitnah,erdig und visionär.Für Freunde des Jazzsoul und Hardcore Funk.

Paulina Ella Thewes – Gesang
Paul Baureis – Gitarre
Iva ?-trompete
Leo Baureis – Saxophon
Aaron Heinz – Posaune
Michael Eulenstein – Bass
Christof Thewes – Leitung

 


 

 

Freitag 24. Mai 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Ingeborg Besch: “POP ART”

Lacy Pool

 

Vortrag: Ingeborg Besch (Kunsthistorikerin)

“POP ART”
popular art – beliebte Kunst – populäre Kunst – Volkskunst

Mit Recht fällt uns zu Volkskunst eher die Bauernmalerei in Oberbayern oder die Hinterglasmalerei aus Oberammergau ein. Aber was heißt pop? Als Abkürzung von popular nichts anderes als volkstümlich.
In den Nachkriegsjahren kam nach Europa aus den USA der abstrakte Expressionismus. Jackson Pollock tobt und tanzt und springt auf Leinwänden mit Pinseln bewaffnet und hinterlässt Spuren, die der Mensch anschaut und den Kopf schief legt. Nun gab es Künstler in den 1950er Jahren, zunächst in Großbritanien, die sich eine berechtigte Frage stellten und daraus ihre Aufgabe ableiteten: Wo ist die alltägliche Lebenswirklichkeit der Menschen in der Kunst der Jetztzeit? In allen Jahrhunderten finden wir in Kunstwerken Hinweise auf die Lebensart der Menschen.
Also gingen sie hin und spürten die Koordinaten der Gesellschaft der 1950er und 1960er Jahre auf, sie fanden das wesentlich Neue dieser Nachkriegsgesellschaft und machten es zum Sujet. Und so war das “Volk” wieder im Kunstwerk: mit all seinen Licht und Schattenseiten!

 

Musik: Lacy Pool

Christof Thewes – Posaune
Michael Griener – Drums
Uwe Oberg – Piano

LACY POOL entstand aus der langjährigen Zusammenarbeit des Pianisten Uwe Oberg (Wiesbaden) mit dem Posaunisten Christof Thewes (Saarbrücken) und erkundet im Trio mit dem Berliner Schlagzeuger Michael Griener die Stilvielfalt in Steve Lacys Musik.
Augenzwinkern, große Ohren und Lust am Experiment vereinigt dieses ungewöhnlich besetzte Trio im Geiste Lacys.

aus den liner notes:
Lacy Pool findet in jedem Moment neue, aufregende Formen des Ausdrucks in Lacys natürlich fließender, wenn auch kurioser Logik. Die Persönlichkeit der Spieler ersetzt diejenige Lacys, und verändert so unsere Hör-Wahrnehmung – wie es auch sein sollte.
Lacys Songs mögen die Musiker inspiriert haben, aber hier sind die Musiker der Song geworden. ART LANGE, CHICAGO, December 2008

 


 

Samstag 27. April 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Burkhard Ullrich: “Über die Wirklichkeit des Träumens”

Thewes/Oestreich feat. Uli Partheil (piano)

 

Vortrag: Burkhard Ullrich

“Über die Wirklichkeit des Träumens”

„Träume sind Schäume“; „…. was hab‘ ich heut‘ Nacht wieder für’n Mist geträumt“; „Träum‘ nicht Dein Leben, leb‘ Deine Träume!“ Träume haben Menschen zu allen Zeiten beschäftigt, sie faszinieren uns, beunruhigen uns, erscheinen uns unsinnig … und: Sie sind real, wie jeder von uns nächtens an sich selbst erfahren kann. Die Möglichkeiten, mit dieser Realität umzugehen, sind so vielfältig wie die Träumenden selbst.
Sollten Sie Antworten auf die Frage erwarten „Was bedeutet es, wenn ich XY träume?“, werden Sie von dem Vortrag enttäuscht sein, aber auch erfahren, warum es darauf keine Antwort in einem öffentlichen Vortrag gibt. Der Psychoanalyse und dem Referenten geht es um „Eine Wissenschaft des Träumens“ (so ein Buchtitel von Annette Meyhöfer), die im Traum die „via regia“ (den Königsweg; FREUD) zum Unbewußten sieht.
Der Vortrag wird Sigmund FREUDs Jahrhundertwerk „Die Traumdeutung“ (1900) zum Ausgangspunkt nehmen, um über die Funktion des Träumens, das Verhältnis von Schlafen und Träumen, die Verwendung von Träumen im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen u.a nachzudenken. Dabei werden nicht nur psychoanalytische Konzepte, sondern auch historische Recherchen, Ergebnisse aus der Schlaf-Traum-Forschung und den Neurowissenschaften kursorisch referiert.

Burkhard Ullrich ist als Psychoanalytiker und Psychotherapeut in eigener Praxis in Neunkirchen niedergelassen. Er ist Diplom-Psychologe und hat seine psychoanalytische Ausbildung am SIPP (Saarländisches Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie) abgeschlossen, wo er heute im Vorstand mitarbeitet. Zuvor langjährige wissenschaftliche Tätigkeit am Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Universität des Saarlandes und am Lehrstuhl für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Universitätsklinikums Homburg/Saar, zwischenzeitlich auch an der Forschungsstelle für Psychotherapie in Stuttgart.
Im Nebenberuf ist Burkhard Ullrich Vorsitzender des Spielraum e.V. und regelmäßigen Besuchern als Interviewer und Conferencier bekannt.

 

Musik: Thewes/Oestreich feat. Uli Partheil (piano)

Christof Thewes – Posaune
Jan Oestreich – Bass
Uli Partheil – Piano

Seit Jahren spielen Christof Thewes und Jan Oestreich in verschiedenen Besetzungen zusammen(am bekanntesten ist wohl ihr ”Mingus -Quintett” ). In diesen Jahren erarbeiteten sie sich auch ein Duoprogramm,das auf der CD ”10 Stücke” bei Gligg Records dokumentiert ist .
An diesem Abend gibt es nun eine Premiere mit dem Darmstädter Pianisten Uli Partheil.

Uli Partheil
Der Pianist und Komponist Uli Partheil wurde 1968 in
Darmstadt geboren. Nach einer klassischen Grundausbildung an der Akademie für Tonkunst/ Darmstadt, bei Peter Schmalfuss und Jürgen Sörup, folgte ein Jazz-Piano Studium bei Joerg Reiter, sowie ein Kompositions-Arrangement Studium bei Bernd Rabe und Jürgen Friedrich, an der Musikhochschule Heidelberg -Mannheim. Partheil arbeitete seit Beginn der 90er Jahre mit Jürgen Wuchner, Matthias Schubert, Janusz Stefanski, Ack van Rooyen, Rudi Mahall, Daniel Guggenheim, Alan Jacobson,Thomas Siffling,
dem Wiener Kronenbräu Orchester dem Palatina Swing Orchestra der Mannheim Jazz Big-Band und vielen anderen zusammen. Ausserdem ist er immer wieder als Dozent für den Workshop „Darmstädter Jazz-Conceptions“ tätig.

Im Jahr 2002 wurde Partheil für die Teilnahme am Concours Martial Solal in Paris, dem wichtigsten europäischen Wettbewerb für Nachwuchs-Jazzpianisten, nominiert. Im Jahr 2008 Jahr erhält Uli Partheil den Darmstädter Musikpreis.
“Der diesjährige Empfänger des Musikpreises verkörpert musikalische Weltläufigkeit und Roots wie wenige andere.” Dr. Wolfram Knauer, Jazzinstitut
Die Musik von Uli Partheil ist geprägt durch Offenheit für verschiedenste Atmosphären, Klarheit und Schlichtheit auf der einen, sowie Spannungsreichtum und Sperrigkeit auf der anderen Seite.

 

 


 

Samstag 23. März 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Dr. Wolfram Knauer: “Wie sieht das Solo wohl von hinten aus?”

gutter music

 

Vortrag: Dr. Wolfram Knauer

“Wie sieht das Solo wohl von hinten aus?”
Ein Blick auf die räumlichen Aspekte von Musik

Musik ist scheinbar eine flüchtige Kunst: kaum erklungen, schon verklungen. Wolfram Knauer wirft einen Blick auf das “skulpturale” Moment von Musik, schaut dabei aber nicht etwa auf Klangskulpturen (die es in der Bildenden Kunst ja auch gibt), sondern fragt, wie Musik mit dem Raum umgeht, in dem sie erklingt und in dem sich die Ausübenden und die Hörer befinden. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Jazz. Jazzmusiker hatten immer ein besonderes Verhältnis zum Raum, in dem sie spielen, zur Akustik, zur Atmosphäre und zur Nutzung des Raums. Ob in der Dance Hall, im Nightclub, im Konzertsaal, oder beim Openair-Festival – der Jazz lebt neben all seinen klanglichen Facetten auch vom Spiel mit der Räumlichkeit, in der er stattfindet. Der Raum aber ist natürlich nichts anderes als die Hülle, die den Klang umgibt und ihn zum Hörer transportiert; der Raum ist quasi der Quader, aus dem der Musiker seine klangliche Gestalt hämmert. Wie dies geschieht und wie man um Jazzsoli herumgehen kann wie um eine Skulptur, erklärt Knauer anhand einiger verblüffender Musik- und Filmbeispiele.

Wolfram Knauer leitet seit 1990 das Jazzinstitut Darmstadt, lehrte daneben an mehreren deutschen Hochschulen und Universitäten. Er ist Herausgeber der Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, sitzt im Herausgebergremium der internationalen Fachzeitschrift Jazz Perspectives und ist Autor etlicher wissenschaftlicher Beiträge in Büchern und Fachzeitschriften. Im Frühjahr 2008 lehrte er als erster nicht-amerikanischer Louis Armstrong Professor of Jazz Studies an der Columbia University in New York.

 

Musik: Gutter Music

Die legendäre Rhein-Main-Saar Connection zu Gast im Spielraum

Christof Thewes – Posaune
Daniel Schmitz – Trompete
Thomas Honecker – Gitarre
Jürgen Wuchner – Bass
Daniel Prätzlich – Drums

 

 


 

Samstag 23. Februar 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Alfred Gulden: Dreimal Amerika/USA (mit Film)

Phase IV: Southwest

Vortrag: Alfred Gulden

“Dreimal Amerika/USA”

es tut weh/ es tut gut/ diese Reise zu machen
it hurts me/ it does me good/ to take this trip
aus “Greyhound”

Dreimal Amerika/USA, das heißt einmal: FILM ( „A Coney Island of my heart. Eine Geschichte in New York“), dann LESUNG ( aus dem Roman „Greyhound“, den Erzählungen „Silvertowers“ und Gedichten „Suedwest“) und MUSIK von Phase IV: „Southwest. Songs“

 

Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Phase IV

Heute werden die neuesten Songs aus ihrem Projekt  ”Southwest” mit Texten von Alfred Gulden vorgestellt.

Independent Jazz

sabine noß – voice
jan oestreich- bass
hartmut oßwald – bassklarinette
martial frenzel- schlagwerk
christof thewes – trombone,komposition

 

 


 

Samstag 26. Januar 2013, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Katharina Messinger: Grundeinkommen

Undertone Trio: Schwarz und Weiß

Vortrag: Katharina Messinger

“Der lange Weg zu sozialer Gerechtigkeit – Alternative Grundeinkommen?”

Die Idee sozialer Gerechtigkeit, von Chancengleichheit und einem guten Leben für alle Menschen treibt Philosophen, Politiker, Künstler, Wissenschaftler und auch Ökonomen seit vielen Jahren an. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es überall in Europa Versuche, eine alternative Idee von Verteilungsgerechtigkeit zu entwerfen. Im weltweiten Basic Income Earth Network diskutieren Wissenschaftler und NGOs gemeinsam Modelle eines Grundeinkommens in den verschiedensten Spielarten, ein brasilianischer Senator verteilt Comics, um das in seiner Heimat in der Verfassung verankerte Grundeinkommen bekannt zu machen. In Deutschland hat inzwischen fast jede politische Partei das Thema zumindest als wichtig für die Diskussion im Bundestagswahlkamp erklärt. Doch woher kommt die Idee eigentlich – und kann sie funktionieren?

Katharina Messinger studierte Anglistik und Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und unterrichtet heute am Illtal-Gymnasium Illingen. Sie ist Mitglied im Netzwerk Grundeinkommen und Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für politische Bildung Saar.

Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Undertone Trio

Neues Programm: “Schwarz und Weiß”

 

  • Christof Thewes – Posaune
  • Hartmut Oßwald – Bassklarinette
  • Martin Schmidt –  Mandoline

 

 


 

Samstag 15. Dezember 2012, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Prof. em. Dr. Alois Hahn

Modern Chamber Ensemble feat. Phase IV – pain songs

Vortrag: Prof. em. Dr. Alois Hahn (Soziologe)

“Zur Soziologie der Freundschaft”

Der Soziologe Prof. Alois Hahn wird in seinem Vortrag der Frage nach gehen, welchen Stellenwert “Freundschaft” in unserer Gesellschaft – und das heißt in der Moderne –  noch hat. Hat sie überhaupt noch einen eigenständigen, sie von allen anderen Formen menschlicher Verbindung unterscheidenden Status oder werden die Funktionen, die Freundschaft einmal hatte, heute von anderen institutionellen Gebilden übernommen?

Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Phase IV – pain songs

  • Sabine Noss – vocals
  • Christof Thewes – trombone
  • Hartmut Oßwald – reeds
  • Martin Schmidt – electric mandolin
  • Martial Frenzel – drums
  • Jörg Aatz – bluesharp

 


 

Mittwoch 5. Dezember 2012, 20:00 Uhr

Sonderveranstaltung

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Schlippenbach Trio – “Winterreise”

Alexander von Schlippenbach – Piano
Evan Parker – Saxophon
Paul Lovens – Drums

und

Undertone Trio
Christof Thewes – Posaune
Hartmut Oßwald – Reeds
Martin Schmidt – Mandoline

 


Free Jazz vom Feinsten mit dem Schlippenbach Trio

Der Spielraum e.V. bietet am 5. Dezember im Spielraumstudio Heiligenwald zusammen mit gligg records einen adventlichen Leckerbissen: Das legendäre Schlippenbach Trio: Alexander von Schlippenbach (Piano), Evan Parker (Saxophon) und Paul Lovens (Schlagzeug). Das Free Jazz Trio prägt die Stilrichtung in Europa durch seine internationalen Auftritte seit über 40 Jahren.

Alexander von Schlippenbach zählt seit den 1960er Jahren zweifelsohne zu den wichtigsten Erscheinungen des europäischen Free Jazz. Mit dem von ihm 1966 gegründeten Globe Unity Orchestra bespielt er bis heute internationale Konzertsäle. In den späten 80-er Jahren gründete er das Berlin Contemporary Jazz Orchestra mit Größen des Avantgarde-Jazz wie Evan Parker, Paul Lovens, Kenny Wheeler, Misha Mengelberg und Aki Takase. Im Rahmen des Projektes “Monks Casino” bearbeitete er zusammen mit Axel Dörner, Uli Jennessen, Rudi Mahall und Jan Roder – letztere ebenfalls bekannte Spielraum- und gligg-records Künstler – das Gesamtwerk von Thelonius Monk. Alexander von Schlippenbach erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1976 den Kunstpreis der Stadt Berlin, 1980/1981 den Schallplattenpreis der Union Deutscher Jazzmusiker und 1994 den den “Albert Mangelsdorff Preis”.

 


 

Samstag 24. November 2012, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

- Der Spielraum feiert seine 50. Veranstaltung

– Christof Thewes Octet


 

Christof Thewes OctetHYPERIONGESÄNGEwie wir alle wissen war Hölderlin ein grosser Freejazzfan,was er nach  seiner ”Hälfte des Lebens” exzessiv in dem Jazzclub  ”Hölderlinturm” auslebte.Kurz vor Ableben  rief  er ,den Kopf mutig den Göttern trotzend gen Himmel gewand ”….More Noise,More Noise…..”Diesem Wunsch Hölderlins kommt das C.Thewes Octet mit Karacho nach, mit Musikern ,die nicht klein beigeben.Frei nach Hyperion’s Motto:Non coerceri maximo,contineri minimo ,divinum est.(vom Größten nicht gebändigt,doch im Kleinsten zu hause sein)Daniel Schmitz -Trompete
Hartmut Oßwald-Saxophon
Geoffroy Mueller-trompete,Dinge
Christof Thewes-Posaune,Komposition
Chris Klein-Gitarre
Martin ”Schmiddi” Schmidt-Elektromandoline
Jan Oestreich-Kontrabass
Martial Frenzel -Schlagzeug
Der Spielraum feiert seine 50. Veranstaltung…und Sie sind eingeladen, mitzufeiern
Alexander Schaffer, unser “Hausphotograph”, und Burkhard Ullrich werden Sie mit Bildern und Anekdoten durch die ersten 5 Jahre Spielraum geleiten. Wir sind gespannt!

 


 

Samstag 27. Oktober 2012, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Beginn: 20:00 h

Dr. Matthias Hoffmann – Eichmann und der kategorische Imperativ
Undertone Duo mit neuem Programm


 

Dr. Matthias HoffmannLittells Provokation – oder: Eichmann und der kategorische ImperativWie soll man wissen, wie man handeln soll? Welcher Moral, welcher Ethik soll man folgen? Schaut man sich in der Welt und in der Geschichte um, scheint es, dass fast alles zu irgendeinem Zeitpunkt an irgendeinem Punkt der Welt einmal erlaubt, wenn nicht geboten war. Diese Unübersichtlichkeit meinte Kant mit seinem berühmten „kategorischen Imperativ“ überwunden zu haben.In seinem – mit dem Prix Goncourt gekürten und extrem kontrovers diskutierten –  Roman „Die Wohlgesinnten“ lässt Jonathan Littell in einem fiktiven Dialog Adolf Eichmann eine perverse Interpretation von Kants Satz entwickeln: Lässt sich der kategorische Imperativ so deuten, dass er auch die Verbrechen der Nazis legitimieren kann?Dieser überaus beunruhigenden Provokation will der Vortrag von Dr. Matthias Hoffmann aus soziologischer und sozialpsychologischer Sicht nachgehen. Undertone DuoGrotesques – 10 Stücke für Mandoline und Posaune (komp.: Ch. Thewes)Christof Thewes – Posaune
Martin Schmiddi Schmidt – Mandoline

Samstag 29. September 2012, 20:00 Uhr

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)

Alexander von Schlippenbach


Doppelkonzert: Solo + Quartett


Urgestein des europäischen Free Jazz

Der Spielraum e.V. freut sich sehr, sein Herbst Programm 2012 mit einem ganz besonderen Konzert beginnen zu können: Zusammen mit gligg records ist es uns gelungen, den weltberühmte Free Jazz Pianist Alexander von Schlippenbach für den 29. September in unser Spielraum Studio Heiligenwald einzuladen. Er wird sowohl Solo als auch in einer Quartett Besetzung zusammen mit dem Undertone Trio auftreten. Alexander von Schlippenbach  zählt seit den 1960er Jahren zweifelsohne zu den wichtigsten Erscheinungen des europäischen Free Jazz. Mit dem von ihm 1966 gegründeten Globe Unity Orchestra bespielt er bis heute internationale Konzertsäle. In den späten 80-er Jahren gründete er das Berlin Contemporary Jazz Orchestra mit Größen des Avantgarde-Jazz wie Evan Parker, Paul Lovens, Kenny Wheeler, Misha Mengelberg und Aki Takase. Im Rahmen des Projektes “Monks Casino” bearbeitete er zusammen mit Axel Dörner, Uli Jennessen, Rudi Mahall und Jan Roder -letztere ebenfalls bekannte Spielraum und gligg records Künstler- das Gesamtwerk von Thelonius Monk. Alexander von Schlippenbach erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1976 den Kunstpreis der Stadt Berlin, 1980/1981 den Schallplattenpreis der Union Deutscher Jazzmusiker und 1994 den den “Albert Mangelsdorff Preis.

1. Teil: Alexander von Schlippenbach Solo

2. Teil: Undertone Trio feat. A. v. Schlippenbach

Christof Thewes – Posaune
Hartmut Oßwald – Reeds
Martin Schmiddi Schmidt – Mandolinen
Alexander von Schlippenbach – Piano


 

Samstag 23. Juni 2012, 20:00 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Erster Jugendspielraum


 

Vortrag:

Sophia Honecker
Konsum – eine kritische Betrachtung

Essen, Kleider, Handy, Urlaub – wir konsumieren täglich, viel und gerne.
Doch alles was wir konsumieren hat Auswirkungen und Folgen – auf
Menschen, Natur und Umwelt. In ihrem Beitrag möchte Sophia einen
Einblick geben, was unser Konsumverhalten auslöst und warum es wichtig ist, es kritisch zu Hinterfragen.

Sophia Honecker (17), Schülerin, wohnt in Gräfenhausen. Sie ist
Sprecherin der Grünen Jugend Darmstadt, Mitglied des Bildungspräsidiums der Grünen Jugend und Koordinatorin des Fachforums Demokratie und Antirassismus.

Musik:

The West Side Gang
jazz’n roll musik

Paulina Ella Thewes – Gesang
Paul Baureis – Gitarre
Leo Baureis – Saxophon
Aaron Heinz – Posaune
Michael Eulenstein – Bass
Christof Thewes – Leitung

special guest: Martin Schmidt


Samstag 12. Mai 2012, ab 14:00 Uhr

Eintritt: 12 Euro (6 Euro erm.)

4. Spielraumtag

Musik, Vorträge und Filme zum Thema Surrealismus


 

Vortragende:

Dr. Matthias Hoffmann (Soziologe)
“Schwarzer Humor”: Der Humor des Surrealismus

Burkhard Ullrich (Psychoanalytiker DGPT)
Sigmund Freud als Wegbereiter des Surrealismus

Dr. Ingeborg Besch (Kunsthistorikerin)
Von der “Écriture Automatique” zu Jackson Pollock

Alfred Gulden (Schriftsteller/Filmemacher)
Aus dem Zyklus “Herrn Ziselewskis Berechtigung” – Weltuntergangsphantasien eines Kolonialwarenhändlers

Musiker:

Jan Roder (Berlin): Bass
Michael Griener (Berlin): Drums
Olaf Rupp (Berlin): Gitarre
Uwe Oberg (Wiesbaden): Piano/
Stummfilmmusik
Julien Blondel: Cello
Claudia Hahn: Flöte
Angela Schäfer-Lösch: Gesang
Marion Wildegger: Gesang
Christof Thewes: Posaune
Martin Schmiddi Schmidt: Mandolinen/Bass
Jan Oestreich: Bass
Hartmut Oßwald: Reeds


Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Neunkirchen



Montag 30. April 2012, 20 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung

In zwei Versionen: Klavier solo und Undertone Project


Erinnerung: Samstag 12. Mai 2012 – Der 4. Spielraumtag zum Thema Surrealismus


Henrike von Heimburg

Henrike von Heimburg wurde in Lahr geboren und begann mit 3 Jahren das Klavierspiel. Bei „Jugend musiziert“ erzielte sie schon früh einige Preise, und konnte daher bei öffentlichen Konzerten mitwirken. Im Jahr 2000 gewann sie einen 2. Bundespreis und im Herbst 2010 gelang ihr der zweite Preis des „Walther-Gieseking“-Wettbewerbs in Saarbrücken.
Impulse für ihr Klavierspiel bekam sie von Leslie Howard (London), Marissa Somma (Bari), Tatevik Mokatsian, Eduard Brunner, Tanja Becker-Bender und Thomas Duis (Saarbrücken).
Im Winter 2003 nahm Henrike v. Heimburg ihr Studium an der Musikhochschule Würzburg bei Frau Enikö Török auf und beendete ihre pädagogische Ausbildung im Sommer 2008. Die Bekanntschaft mit dem italienischen Pianisten Fedele Antonicelli in dieser Zeit, wurde für sie ein künstlerischer Wendepunkt,- daraufhin wechselte sie an die Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken und studiert nun in der Klasse von Thomas Duis/ Fedele Antonicelli nach erfolgreich absolviertem Konzertexamen (mit Auszeichnung) im zweiten Aufbaustudiengang „Solistenklasse“.
Sie erhielt diverse Stipendien in Offenburg, Würzburg und Saarbrücken.

Henrike v. Heimburg wurde zum Internationalen Festival der Künste Capri und nach Berlin in die Saarlandvertretung eingeladen, sie konzertierte im Bachhaus Eisenach, und im Staatstheater Saarbrücken. Bei den Kammermusikwochen in Saarbrücken wirkt sie dieses Jahr zum dritten Mal in diversen Formationen mit u. A. bei Arnold Schönbergs „Pierrot lunaire“.  Im Mai 2011 spielte sie einige Werke von Olivier Messiaen (aus den „Vingt Regards sur l´enfant Jésu“) bei dem Festival „Mouvement“ der Stadt Saarbrücken, ebenso spielte sie bei der langen Nacht zu Ehren von Mauricio Kagel.
Das Werk „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski gehört seit vielen Jahren in das Konzertrepertoire von Henrike v. Heimburg und steht in engem Zusammenhang mit ihrer künstlerischen Entwicklung „..mit vielen musikalischen Höhepunkten gelang ihr eine sehr dynamische Interpretation.“(Saarbrücker Zeitung).
Mit dem Saarländischen Rundfunk entstanden mehrmalig Aufnahmen, unter anderem mit den Cellisten Isabel Gehweiler und auch Thomas Auner, der ihr fester Duo-Partner ist.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit widmet sie sich mit viel Freude dem Unterrichten.

Undertone Project

Christof Thewes zu “Bilder einer Ausstellung”:

„Bilder einer Austellung“ wurde 1874 von Modest Mussorgski aus Anlass einer Ausstellung des befreundeten Architekten Hartmann in Petersburg als ein Zyklus aus Klavierstücken komponiert. Das gesamte Werk war unakademisch, originell und seiner Zeit in Harmonik, Melodik und Ausdrucksweise um Jahre voraus. 1922 wurde es von Maurice Ravel als Orchesterstück arrangiert und 1970 spielten Emerson, Lake and Palmer eine wuchtige Rockfassung ein. Diese Fassung war es, die ich als Jugendlicher zum ersten Mal hörte und die mich faszinierte, ebenso wie die unglaubliche und verstörende Bearbeitung für Blaskapelle vom „Großen Tor von Kiew“ (dem Finale von Bilder einer Ausstellung), das wir damals in unserem Musikverein spielten.

Als wir mit Undertone Project im Sommer 2004 eine DVD von Emerson, Lake and Palmer sahen und hörten, war es unser Mentor Fritz Bermuda Müller der die Idee hatte, eine eigene Fassung von Bilder einer Ausstellung zu kreieren, auf unsere Art mit viel Improvisation und im Gegensatz zu ELP mit allen Teilen das Zyklus. Das ganze sollte kein Swing meets Klassik Projekt werden, sondern eine moderne zeitgenössische Bearbeitung zwischen Funk, Rock, Free Jazz, Neuer Musik und vielen spontanen Überraschungen. Wir hoffen es ist uns gelungen.

Wir danken ausdrücklich dem Saarbrücker Künstler Thomas Altpeter für die Neugestaltung des Bilderzyklus.

Bleiben Sie locker…. und viel Spaß beim Hören.

Bild zu Ton / Ton zu Bild
Mussorgski schrieb „Bilder einer Ausstellung“ zu Bildern seines verstorbenen Freundes, dem Maler und Architekten Viktor Hartmann. Jedem Stück ist genau ein Bild zugeordnet, wobei die Stücke wiederum durch die „Promenaden“ (die Bewegung von Bild zu Bild) miteinander verbunden sind. Leider sind nicht alle Bilder von Hartmann bis heute erhalten geblieben. Nachdem Undertone Project seine Bearbeitung fertiggestellt hatte, hat Thomas Altpeter dies zum Anlass genommen, einen neuen Bilderzyklus zu entwerfen. Wiederum ist jedem Stück genau ein Bild zugeordnet. Somit entstanden aus Bildern Musik, aus alter Musik neue Musik und aus neuer Musik wieder neue Bilder.

 

 


 

Freitag 23. März 2012, 20 Uhr

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)


Dirk Rothbrust: Percussion
Martin Schmidt: Mandolinen

Eine Hommage an John Cage

In diesem Jahr wäre John Cage 100 Jahre alt geworden. Vor 20 Jahren ist John Cage gestorben. Grund genug, diesem außergewöhnlichen Menschen, der zu den einflussreichsten Komponisten des 20ten Jahrhunderts zählt, einen Abend im Spielraum zu widmen. Sätze wie „So etwas wie Stille gib es nicht!“ zählen zu den bekanntesten Zitaten des letzten Jahrhunderts und haben eine ganze Generation von Komponisten aus den 50er und 60er Jahren und darüber hinaus geprägt.


Dass wir für diesen Abend einen der bekanntesten und renommiertesten Spezialisten für Neue Musik gewinnen konnten, ist uns eine ganz besondere Freude: Der Percussionist Dirk Rothbrust, Mitglied des Ensemble musikFabrik Köln und des Schlagquartett Köln, widmet sich Zeit seines (Musiker-) Lebens der Neuen Musik. Heute tritt er als Sololist bei nahezu allen wichtigen Festivals für zeitgenössische Musik in Europa auf und spielt in Japan, Ägypten, USA und vielen anderen Ländern, unter anderem in solch renommierten Konzerthallen wie dem Konzerthaus Berlin und der Carnegie Hall in New York.

Damit kann der Spielraum Heiligenwald zwar nicht mithalten, aber immerhin wird es für unseren Gast ein Heimspiel werden: Dirk „Dixi“ Rothbrust ist in Hüttigweiler aufgewachsen und war fester Bestandteil der „Illinger Musikszene“ und als Rhythmusgruppe eng mit dem Bassisten Martin Schmidt verbunden. Beide werden an diesem Abend nach sehr langer Pause wieder gemeinsam Musik gestalten und das mit Stücken und ganz im Geiste von John Cage:
„Sounds are bubbles on the surface of silence. They burst. The question is to know how many bubbles silence has on it. “

Martin Schmidt über “Gekrümmte Räume: Die Welt im Luftballon”

Bei dem Wort „Relativitätstheorie“ schrecken auch heute noch –immerhin gut hundert Jahre nach ihrer Formulierung durch Einstein- die meisten Menschen ehrfürchtig zusammen und werden von dem Gefühl befallen, „so etwas“ nie verstehen zu können. Das jedenfalls ist eine Erfahrung, die ich in den letzten 20 Jahren sehr häufig gemacht habe und bei der ich immer bedauert habe, dass scheinbar die Angst vor solch einem großen Thema vielen Menschen den Zugang komplett verwehrt. Nun wird es auch mir nicht gelingen, diese phänomenale Theorie in knapp 45 Minuten zu erklären, aber Ihnen eine Ahnung oder -wie ich es gerne bezeichne- einen Geruch davon zu vermitteln soll das Ziel dieses Abends sein: Von 4 dimensionalen Räumen, Verwebung von Raum und Zeit, Raumkrümmung bis hin zum Urknall und kosmischer Hintergrundstrahlung wird diese -wie der Titel schon sagt- sehr spielerisch angelegte Gedanken-Reise führen. Eine Reise, die ich schon oft mit Menschen angetreten habe und die bisher immer zu einem wichtigen Ziel geführt hat: Spaß an krummen Räumen und krummen Gedanken.
Wieso eigentlich Physik: Die meisten Menschen kennen mich ausschließlich als Musiker, aber vor 25 Jahren war es sehr knapp, und ich wäre beinahe Physiker statt Musiker geworden. Seid dem beschäftige ich mich kontinuierlich mit diesem Thema und bin vor 2 Jahren doch noch Student geworden: Im Fernstudium zum Bachelor of Physics an der Open University in Milton Keynes, England.
Martin Schmidt


Samstag 25. Februar 2012 im Spielraum Heiligenwald

Beginn: 20:00 h
Eintritt: 8,- Euro (4,- Euro ermäßigt)

Alfred Gulden über den ”Aktionsraum 1″

MCE feat. Gulden / Thewes “voice box poems”



Foto: Anke Gallmeier

Alfred Gulden

über den ”Aktionsraum 1″

1969 entstanden aus „Vorgänge/Vorstellungen“, Alfred Guldens Theatergruppe, die experimentell mit Sprach-und Körperaktionen arbeitete , gegründet und organisiert von Alfred Gulden, dazu einem Maler und einer Mäzenatin, fanden im Aktionsraum1, einer ehemaligen Räderfabrikhalle am Münchner Goetheplatz, über ein Jahr 52 Veranstaltungen statt: Wiener Aktionismus, arte povera, Konzeptkunst, Stadt-Aktionen, underground- Film-Vorführungen etc . Die Polizei war ständig präsent, teilweise mit Großaufgebot (Nitsch-Aktion). Der Aktionsraum1 fiel aus der satten, gängigen Münchner Kunstlandschaft völlig heraus. Avant-garde im wahrsten und besten Sinn.
Das Archiv des Aktionsraum1 ist inzwischen in Berlin (Stiftung preußischer Kulturbesitz) und 2011 ließ das Museum für Moderne Kunst/ Wien in einer großen Ausstellung den Aktionsraum1 wieder aufleben.
Alfred Gulden wird über diese, seine „wilde Zeit“ zum erstenmal im Saarland reden.



Foto: Christian Schu

Musik:

Modern Chamber Ensemble feat. Gulden / Thewes

voice box poems

  • Alfred Gulden: Stimme
  • Christof Thewes: Posaune
  • special guest: Martin Schmidt – Mandoline

In der Aufführung von „KehlKopfGedichte /voiceboxpoems“ von Alfred Gulden und Christof Thewes setzen sich menschliche Stimme (Gulden) und Posaune (Thewes), beides Instrumente, die „von der Luft leben“, ohne (Atem-)Luft nicht herauskommen, nicht laut werden können, mit Sprache und Sprechen, Geräusch und Ton auseinander. Von „Adams Apfel“ über „Ohrwürmer“ und „Zungenbrecher“ (um nur einige der Titel zu nennen) bis zum „Stimmbruch“. Aber auch das Schrift Bild und die agierenden Körper im Raum kommen zu ihrem Recht.

Seit über 15 Jahren arbeiten der Jazzposaunist und Komponist  Christof Thewes und der Schriftsteller Alfred Gulden zusammen.  Produktionen (Auswahl) mit bigband: „Greyhound“ (Berlin), über Musiktheater mit band, Solisten und Chor: „Siebenschmerzen“ (U.A. théatre national de Luxembourg) , „Himmel Hölle Ciel Enfer Cattenom“  (U.A. Staatstheater Saarbrücken, Feuerwache), bis zu Kammermusik „Das Ding Erinnerung“, „Falltotum“, und Duo „Die Kleine Maghrebinerin“ sind dabei entstanden. 2011 ist unter dem Titel ZYKLUS I ein Teil der Produktionen in einer Box mit 7 CDs erschienen.

 

Samstag  21. Januar 2012, 20 Uhr:

Interview mit Peter Perfido / MCE feat. Thewes / Pilz Quartet

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

 



Photo: Alexander Schaffer

Interview mit dem Schlagzeuger Peter Perfido

Peter Perfido (* 1956 in Hartford, Connecticut) studierte von 1977 bis 1979 Marimba und Xylophon am Hartford Conservatory of Music und setzte seine Ausbildung bis 1982 am Cornish Institute of the Arts in Seattle, Washington, fort. Daneben hatte er privaten Unterricht bei Bob Moses und Jerry Granelli.
In den USA arbeitete er u.a. mit Bill Barron, Anthony Braxton, Ben Monder und Gary Peacock zusammen. Nach seiner Übersiedlung nach Frankreich gehörten Tony Lakatos, Jesper Lundgaard, Albert Mangelsdorff, Heinz Sauer, Ed Schuller, Ferenc Snétberger, Tomasz Stańko und andere zu seinen musikalischen Partnern.
Perfido leitet mehrere eigene Formationen, darunter ein Trio mit dem Saxophonisten Peter Weidner und dem Bassisten Markus Schieferdecker und ein Quartett mit Schieferdecker, dem Klarinettisten Michel Pilz und dem Pianisten Bob Degen. Mit Degen tritt er auch im Duo auf. Ein Trio bildet er mit dem deutschen Saxophonisten Mike Schweizer und dem schwedischen Tubisten Jörgen Welander.


Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Thewes / Pilz Quartet

  • Michel Pilz (Luxemburg): Bass Klarinette
  • Christof Thewes: Posaune
  • Jan Oestreich: Bass
  • Peter Perfido (Frankreich): Drums

 


Photo: Alexander Schaffer


 

Samstag  17. Dezember 2011, 20 Uhr:

Prof. em. Dr. Alois Hahn  / MCE feat. Thewes / Schmidt / Roder

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

 


Vortrag: Prof. em. Dr. Alois Hahn:

Zur Soziologie der Scham

Scham gehört zu den stärksten menschlichen Emotionen. Es sind daher auch keine Gesellschaften bekannt, in denen nicht bestimmte Situationen oder Zustände mit Scham besetzt wären. Welche Situationen das allerdings sind, unterscheidet sich von Gesellschaft zu Gesellschaft und ändert sich unter Umständen auch innerhalb der gleichen Gesellschaft im Laufe der Zeit. Der Soziologe Alois Hahn geht an typischen und prägnanten Beispielen der Frage nach, was in unserer gegenwärtigen Gesellschaft als schambesetzt angesehen wird und von welchen sozialen Bedingungen es abhängt, dass etwas als beschämend empfunden wird. Als weitgereister Wissenschaftler hat er u.a. in Paris an der Sorbonne und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales gelehrt, war zu Forschungsaufenthalten und Vorträgen an der Stanford University und in Yale, und hatte während dessen – von 1975 bis 2009 – den Lehrstuhl für „Allgemeine soziologische Theorie“ an der Universität Trier inne.


Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Thewes / Schmidt / Roder

  • Jan Roder (Berlin) – Bass
  • Martin Schmidt – Mandoline
  • Christof Thewes -Posaune

Jan Roder

Photo: Patrick Hartz

 


 

Samstag  26. November 2011, 20 Uhr:

gligg records Release Winter 2011/12  / MCE feat. Uwe Oberg / Christof Thewes

Essen: Armin Hüwels

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)

 


Wir freuen uns, euch an diesem Abend den nächsten Schwung an CD Veröffentlichungen von gligg records vorstellen zu dürfen! Vorgestellt werden ca. 20 neue Produktionen von bekannten Spielraum Künstlern, aber auch eine ganze Reihe von unseren Kollegen aus Berlin.Um diese tolle Entwicklung bei gligg records (bis März werden über 50 CDs am Start sein!) ein wenig zu feiern, hat sich Armin Hüwels dazu bereit erklärt für uns an diesem Abend zu kochen und uns mit mancher Leckerei zu versorgen. Somit ist für einen Genuss mit Ohr, Auge, Nase und Mund bestens gesorgt :-)

 


Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Uwe Oberg / Christof Thewes

  • Uwe Oberg -piano
  • Christof Thewes – tb

Danach frei Session mit gligg records Musikern, unter anderem aus Berlin Olaf Rupp (git)


Samstag  29. Oktober 2011:

“Konsumverhalten und Identität” / MCE feat. Christof Thewes Quartett

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)


Vortrag: Prof. em. Dr. med. Siegfried Zepf (Psychoanalytiker, Saarbrücken)

Konsumverhalten und Identität – Psychoanalytische Überlegungen

In Kooperation mit dem SIPP (Saarländisches Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie >>>www.sipp.de

Prof. em. Dr. med. Siegfried Zepf war bis zu seiner Emeritierung Inhaber des Lehrstuhls für Psychosomatik an den Universitätskliniken in Homburg. Er ist Psychoanalytiker, Lehranalytiker und ärztlicher Ausbildungsleiter am Saarländischen Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (SIPP). In seinen zahlreichen Publikationen hat sich Siegfried Zepf mit der psychoanalytischen Theorie und Therapie, aber auch mit gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinandergesetzt.Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, welche Funktion Waren für die Identitätsbildung der Käufer haben. Vertreten wird die These, dass heutzutage nicht mehr der instrumentelle, sondern eine Art seelischer Gebrauchswert über den Kauf einer Ware entscheidet, der für die Käufer unterschiedliche Funktionen erfüllen kann. Pathologisches, suchtartiges Kaufen, bei dem Kaufen nicht Mittel, sondern Zweck ist, scheint im Wesentlichen der Stabilisierung der personalen Identität zu dienen. Normales Konsumieren, bei dem Kaufen Mittel und die Ware Zweck ist, kann zu einer scheinbaren Erweiterung der personalen Identität führen, indem Szenen, mit denen die Waren beworben werden, mit unbewusst gewordenen Szenen identifiziert werden, die in der Gestalt dieser szenischen Werbung ins Bewusstsein der Individuen eingelassen werden. Bei anderen wiederum kann es zur Bildung einer sog. »Warenidentität« (Horn) kommen, d. h. einer durch Waren vermittelten Identitätsbildung, indem sich die Individuen unbewusst mit den szenischen Figuren aus Internetspielen, Filmen, Fernsehen und der Webung identifizieren, mit denen Waren präsentiert werden.

 

 


Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Christof Thewes Quartett

  • Chris Klein – git
  • Christof Thewes – tb
  • Jan Oestreich – bs
  • Martial Frenzel – dr

 


 

Samstag  24. September 2011:

“Über Realität” – 2. Teil / MCE feat. Phase IV

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)


Vortrag: Dr. Matthias Hoffmann (Soziologe, Saarbrücken)

Über Realität- 2. Teil

Die Dinge im Rahmen: Soziologische Antworten auf die Frage „Was bedeutet das?“

Nachdem im ersten Teil grundlegende Fragen zum Begriff „Realität“ aufgeworfen wurden, soll im zweiten Teil der Fokus auf konkreten Problemen unseres alltäglichen Handelns in und mit dieser wie immer gefassten Realität liegen. All unser Handeln, all unsere Interaktionen mit Anderen finden in der Realität statt, sind also selbst auch zweifelsohne Realität. Aber genügt es zu wissen, dass etwas real ist, um damit zu Recht zu kommen? Offensichtlich nicht. Denn ganz im Sinne der soziologischen Frage „Was geht hier vor?“ ist es nicht hinreichend zu wissen, dass etwas wirklich, sondern in welchem Sinne es wirklich ist. Der Kontext ist für das Verständnis der Dinge „unab-ding-bar“. Was ist der „Rahmen“, innerhalb dessen ich die Dinge sinnvoll deuten kann? Die Soziologie Erving Goffmans stellt die Analyse der vielfältigen Rahmen – und Rahmen von Rahmen von Rahmen…- mit denen wir permanent konfrontiert sind in den Mittelpunkt und zeigt, wie wir damit zu Recht zu kommen versuchen. Mit Goffman auf den Alltag zu blicken heißt – wie der Soziologe Dr. Matthias Hoffmann zeigen wird – erkennen, welche Fallstricke auf uns lauern und wie wir allzu leicht mit unserer sicher geglaubten Realitätsauffassung auf die abschüssige Bahn geraten.

 

 


Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Phase IV

  • Sabine Noss – voc.
  • Christof Thewes – tb
  • Hartmut Oßwald – reeds
  • Martin Schmidt – Mandoline
  • Jan Oestreich – bs
  • Martial Frenzel – dr.


Samstag  27. August 2011:

“Über Realität” / Gutter Music

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)


Vortrag: Dr. Matthias Hoffmann (Soziologe, Saarbrücken)

Über Realität

Die Dinge im Rahmen: Soziologische Antworten auf die Frage „Was bedeutet das?“

“Oberste Prinzipien, Clarice: Simplifikation. Bei jedem einzelnen Ding die Frage, was ist es in sich selbst?“ Offensichtlich – und erfreulicherweiße – ist Dr. Hannibal Lecter (“Das Schweigen der Lämmer”) kein Soziologe. Denn Soziologen interessieren sich eher weniger dafür, was etwas in sich selbst ist. Viel mehr stellt sich für die soziologische Betrachtung von Handlungen und sozialen Phänomenen die Frage: Was bedeutet dies? Und zwar hier und jetzt. In dieser Situation. Das gleiche Phänomen wird von 10 Menschen u.U. zehnmal anders wahrgenommen. Oder müsste man sagen „verstanden“? Oder besser „interpretiert“? Menschen sind immer bestrebt, die sie umgebende Wirklichkeit mit einer Deutung zu versehen die für sie sinnvoll ist. Welche Strategien haben wir dazu zur Verfügung? Und wie hängt das mit dem Verständnis von Wirklichkeit zusammen, dass wir als Kinder gelernt und tief verinnerlicht haben?
Der Soziologe Dr. Matthias Hoffmann führt an Beispielen aus dem Alltag (denn nichts ist für den Soziologen so unterhaltsam und skurril wie der Alltag) einen klassischen Ansatz der Soziologie vor, der sich um solcherlei Probleme bemüht: Die „Rahmenanalyse“ Erving Goffmans.  

 

 


Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Gutter Music

  • Thomas Honecker (Darmstadt): Gitarre
  • Jürgen Wuchner (Darmstadt): Bass
  • Christof Thewes: Posaune
  • Daniel Prätzlich (Berlin): Drums

 

Sa/So  18./19. Juni 2011:

3. Spielraumtag zum Thema “Stimme”:

Seit drei Jahren gibt es nun den „Spielraumtag“. Musik, Vorträge, Lesungen und Gespräche wechseln sich ab und ziehen das Publikum in Bann. Das Spektrum ist „spielraum-typisch“ weit: Improvisierte Musik, Kunstgeschichte, Jazz, Soziologie, Lyrik, Psychologie und alles, was sich an dem Tag – spielerisch – daraus ergeben mag…

>>> Das Programm und weitere Infos


Special Guest am Samstag 18. Juni:

Jörg Buttgereit – der Godzilla Experte schlechthin!

 

Samstag 21. Mai 2011 um 20:00 Uhr:

Ein Berliner Abend:

Zwei Musiker und eine Linguistin haben den weiten Weg von Berlin in unseren Spielraum gefunden und wir freuen uns auf einen ganz besonderen Abend.

Eintritt: 8 Euro (4 Euro erm.)


Vortrag: Dr. Inga Kohlhof (Linguistin, Berlin)

“Alles nichts ohne sie”: unsere Sprache.

Ein Spaziergang durch Forschungsgebiete der Linguistik mit Streifzügen in angrenzende Gegenden. 

Die Linguistik untersucht, wie menschliche Sprachen gebaut sind, wie sie funktionieren und wie sie sich verändern. Speziallinguistiken befassen sich darüber hinaus mit den Beziehungen zwischen der Sprache und anderen Systemen – so etwa die Psycholinguistik und die Soziolinguistik – und mit Anwendungen linguistischer Erkenntnisse – wie die Computerlinguistik, die forensische Linguistik und andere.In diesem Referat soll anhand einer kleinen Auswahl von Themen ein Einblick in Fragestellungen und Methoden des Fachs getan werden. Nach einem Blick auf die trickreiche, machtvolle Konstruktion, die allen menschlichen Sprachen zu Grunde liegt, möchte ich einige zentrale Sprachentwicklungs- und Veränderungsprozesse exemplarisch vorstellen. Dann sollen, aus erweitertem Blickwinkel, einige Aspekte der Bedeutung der Sprache für uns als Individuen und für menschliche Gesellschaften angesprochen werden. Abschließend möchte ich diskutieren, ob und inwieweit die Sprachen, die wir sprechen, unser Denken (im weitesten Sinne) beeinflussen könnten.

Musik: Modern Chamber Ensemble feat. SQUAKK

  • Christof Thewes: Posaune
  • Jan Roder (Berlin): Bass
  • Michael Griener (Berlin) – Drums

Ein übliches Vorurteil gegenüber zeitgenössischem Jazz lautet, dass er stets nur den seltsamen Gedankengängen freudloser Akademikerhirne entspringt. Die drei Protagonisten, alle herausragende Vertreter ihres jeweiligen Instrumentes haben die Schule, unabhängig voneinander, kurz vor dem Abitur abgebrochen. Jan Roder hat zwar noch versucht, Jazz zu studieren, aber nicht bis zum Schluss durchgehalten. Thewes und Griener haben es gleich bleiben lassen und müssen jetzt zur Strafe Jazz an deutschen Hochschulen unterrichten.

 

 

30.04.2011, 20 Uhr:

Dr. Ingeborg Besch (Kunsthistorikerin): Hexen in der Kunst
Vom Zauberer über die Fee zur HEXE:

Seit rund 600 Jahren gibt den Begriff der Hexe. Der Inhalt des Wortes hat allerdings heftige Wandlungen erfahren, so dass die Darstellungen der Hexe sich im Laufe der Jahrhunderte änderte. Mal Heilerin, mal jung und verführerisch, mal alt und hässlich und mal brennend im Feuer. In Holzschnitt, Öl oder Aquarell. Die Darstellungen der Hexe erzählen auch von den Verwandlungen und unterschiedlichen Wertungen, die dieses Wesen erfahren hat.
Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Undertone Trio

26.03.2011, 20 Uhr:
Vortrag:  „Alles was ist, braucht Raum …“. Burkhard Ullrich über Spielräume in der PsychotherapieDer Vereinsname „Spielraum“ und der dazugehörige Slogan „Alles, was ist, braucht Raum – auch im Kopf“ wird zum Anlaß genommen, über Spielen und Spielräume bei psychischen Störungen und in der Psychotherapie nachzudenken:
Was meint eigentlich „Spiel“ und welcher Wert kommt dem Spielen in unserer psychischen Entwicklung und in unserem erwachsenen Leben zu?
Lassen sich psychische Störungen als „eingeschränkte Spielräume“ verstehen?
Kann Psychotherapie Spielräume (wieder) eröffnen helfen und wie kann das vonstatten gehen?Zur Person: Burkhard Ullrich ist Diplom-Psychologe (Studium in Frankfurt und Saarbrücken). Er arbeitet heute als Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker (Ausbildung am SIPP) in eigener Praxis in Neunkirchen.Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Duo Thewes-Honecker
26.02.11, 20 Uhr: DIE KLEINE MAGHREBINERIN

Ein Film von Alfred Gulden. Musik Christof Thewes.Kamera 1, Schnitt und Bearbeitung: Gernot Meiser.
Kamera 2: Pascale Démy.
Fotos: Christian Schu.
Darsteller: Linda Walgenbach, Patrik Rospert, Gisela und Rudolf Rätzer.Nacht. Eine Autobahn in Frankreich. Nils, übermüdet, ist unterwegs .Weg von einer in die Brüche gegangen Beziehung. Der Zwischenstop bei seinen Eltern hat ihm „den Rest gegeben“. Gedanken und Bilder schießen ihm während der Fahrt durch den Kopf. Übermüdet und unachtsam entgeht er knapp einem schweren Unfall.  Er hat Angst, seine Stimme zu verlieren, wie schon einmal nach einem Schockerlebnis. Mit allen Mitteln versucht er, seine Stimme am Leben zu erhalten: mit Sprechübungen, Redewendungen, Sprichwörtern, Selbstgespräch. Und dann ist da auch noch das Erlebnis mit der kleinen Maghrebinerin…Diesem Roadmovie  hat Christof Thewes Rhythmus und Klang gegeben. Er hat es in Musik verwandelt. Nach „Das Ding Erinnerung“ ist „Die Kleine Maghrebinerin“ der zweite Film einer geplanten Reihe von „Musikfilmen“ von Gulden/Thewes.
Musik:
Modern Chamber Ensemble
feat. Undertone Trio mit Geoffroy Muller (Trompete, Performance), Alfred Gulden
22.01.2011, 20 Uhr:
Vorstellung des neuen CD-Labels “Gligg Records
Martin Schmidt und Christof Thewes präsentieren die ersten 11, allesamt im Spielraum aufgenommenen ,abgemischten und produzierten, Musik-CDs von “Gligg Records”, eingespielt mit so unterschiedlichen Künstlern wie Rudi Mahall, Tomas Ulrich, Volker 7, Michael Griener, Alfred Gulden, Undertone Project, Thewes Quintett, Phase 4, Inzeit Ensemble undundundund…….
Musik: Christof Thewes Quintett (Livepräsentation des neuen Albums “Stations”)
10.12.10, 20 Uhr:
“Nanopartikel: The good, the bad and the ugly –
Risiken und Chancen der Nanotechnologie, insbesondere für bessere Medikamente”
Prof. Dr. Claus-Michael Lehr

Nanopartikel sind Strukturen in der Größenordnung weniger Millionstel eines Millimeters (10-9m). Abgesehen davon, dass sog. Ultra-Feinstäube auch unbeabsichtigt bei natürlichen oder technischen Prozessen entstehen können (z.B. bei Vulkanausbrüchen, beim Schweißen, aber auch in der Meeresbrandung) und schon immer entstanden sind, ist es neuerdings auch möglich Partikel und Strukturen in dieser Dimension gezielt herzustellen. Erste Produkte der sog .Nanotechnologie sind bereits auf dem Markt, mit durchaus nützlichen, teilweise verblüffenden Eigenschaften, wie z.B. selbstreinigende Oberflächen oder besonders leichte Fahrradrahmen oder Tennisschläger. Auch Visionen wie z.B. Autos mit Brennstoffzellen oder ein Weltraumaufzug könnten vielleicht schon bald Wirklichkeit werden. Wichtige Fortschritte erhofft man sich von der sog. Nanomedizin bei der Entwicklung neuer Medikamente, z.B. zur Behandlung von Krebserkrankungen oder für die sog. Gen-Therapie.
Ebenso wie zuvor die Kern-, Gen- und Informationstechnologie ist die Nanotechnologie dabei, ein neues Zeitalter einzuleiten. Dabei müssen auch mögliche Risiken für Mensch und Umwelt bedacht und rechtzeitig wissenschaftlich untersucht werden. Die gesellschaftliche Debatte sollte jedoch mit Sachkenntnis geführt werden, um einerseits negative Auswirkungen zu vermeiden aber andererseits die sich bietenden Chancen für Technik, Wirtschaft und die Gesundheit des Menschen nicht zu verpassen.Claus-Michael Lehr ist Professor für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie an der Universität des Saarlandes sowie Leiter der Abteilung “Drug Delivery“ am neu gegründeten Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS). Nach seiner Promotion 1991 in Leiden (Niederlande) und Post-Doktorat in Los Angeles (USA) war er zunächst Professor in Marburg, ehe er 1995 den Ruf nach Saarbrücken annahm. Schwerpunkt seiner Forschung sind Biologische Barrieren, wie z.B. die Darmwand, die Haut, oder die Lunge, welche zunächst zu überwinden sind, damit Medikamente den Ort ihrer Wirkung überhaupt erreichen können.
Musik: Christof Thewes Modern Chamber Ensemble
13.11.10, 20 Uhr:
Einführung in das Musiktheaterstück CATTENOM von Alfred Gulden und Christof Thewes
mit Gulden/Thewes, Undertone Project, Angela LöschCattenom ist der Name eines kleinen Lothringer Ortes im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Dort steht eines der größten Atomkraftwerke Europas. Vor dem Bau und während es gebaut wurde, gab es Demonstrationen dagegen. Hauptsächlich vom Saarland aus. Aber auch aus Luxemburg kamen damals ein paar Hundert Aufrechte.Die Frage damals wie heute: Was, wenn ein Super GAU, der größte atomare Unfall, eintritt, die Katastrophe? Ein Endzeitszenario. Und daraus die Frage: Was macht uns Menschen aus?Laute, mit denen wir sprechen lernen, Buchstaben des Alphabets, aus denen wir Wörter bilden, schreiben und lesen lernen, Kinderspiele, die uns das Zusammenleben beibringen, Gebete, die uns über uns hinaustragen wollen, sind der Grundstoff, aus dem dieser Zyklus von vierzehn Gedichten entstanden ist.Und zwar in den drei Sprachen, die dort im Dreiländereck zu hören sind: Moselfränkisch, Deutsch und Französisch

16.10.10:

Der Bassklarinettist Michel Pilz im Gespräch mit Burkhard Ullrich!

Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Michel Pilz, Christof Thewes, Peter Perfido, Jan Östreich

Michel Pilz (*1945 in Bad Neustadt an der Saale) ist ein luxemburgischer Jazzmusiker (Bassklarinettist).
Pilz studierte klassische Klarinette am Konservatorium in Luxemburg. Er entschied sich Jazz zu spielen und wurde 1968 Mitglied in Manfred Schoofs Quintett (mit Alexander von Schlippenbach, Buschi Niebergall und Mani Neumeier). Mit diesem Quintett, den German All Stars und dem Globe Unity Orchestra ging er in den nächsten Jahren auf Tournee (Europa, Asien, Südamerika). Außerdem spielte er im Trio mit Peter Kowald und Paul Lovens, und war von 1975-1977 Mitglied im Klarinetten-Pool Clarinet Contrast mit Perry Robinson, Theo Jörgensmann, Bernd Konrad und Hans Kumpf.
Michel Pilz gründete 1977 eine eigene Gruppe mit Buschi Niebergall und dem Trompeter Itaru Oki und war gleichzeitig Mitglied des neuen Manfred Schoof Quintetts (mit Jasper van’t Hof, Günter Lenz und Ralf Hübner. Aktuell spielt er im Trio mit dem Schlagzeuger Klaus Kugel und dem Bassisten Christian Ramond und im Quartett mit Peter A. Schmid.

31.08.10:

Tomas Ulrich (New York) : Cello

Michael Griener (Berlin): Schlagzeug

Martin ”Schmiddi” Schmidt: Mandoline

Christof Thewes: Posaune

Tomas Ulrich lebt und arbeitet in New York im Bereich Neue Musik und Jazz. Er ging weltweit als Solist und Ensemblemitglied auf Tour und spielt(e) mit Dave Taylor, Joelle Leandre, Kenny Norton, Steve Swell u.v.a. Gerade war er an einer Operneinspielung von Anthony Braxton beteiligt.

Michael Griener ist ein sehr aktiver Schlagzeuger aus Berlin.

Weltweite Tourneen mit Uli Gumpert, Günther Christmann, Ken Vandermark, Mats Gustafson u.v.a.

Thewes und Schmiddi sind wie immer.

30.04.10, 20 Uhr “Tanz in den Mai”

Vortrag: Dr. Matthias Hoffmann (Soziologe) über “Hexen, Riten und Bräuche”

Musik: Christof Thewes Modern Chamber Ensemble feat. Phase Vier

28.05.10, 20 Uhr:

Vortrag: Dr. Steffi Hansen – “Virtuelle Haut”

Ich fühl mich wohl in meiner Haut. Mit Haut und Haaren. Vor Scham rot anlaufen. Lachfältchen, Krähenfüße, Sorgenfalten, Schwangerschaftsstreifen, Gänsehaut. Die Haut ist ein Sinnesorgan. Wir können über unsere Haut Empfindungen kommunizieren und wir können unsere Haut schlecht vor anderen verstecken. Welche ihrer Eigenschaften der Haut müssen wir nachstellen, um ein vollständiges virtuelles Bild von ihr zu erzeugen? Und wer braucht so eine virtuelle Haut, und wozu?

Dr. Steffi Hansen ist Apothekerin, Wissenschaftlerin und Musikerin. Sie kommt aus Rostock, hat in Greifswald Pharmazie studiert und dort auch diplomiert und ist dann nach kurzem Aufenthalt in München vor etwa 5 Jahren nach Saarbrücken gekommen um zu promovieren. Sie arbeitet zusammen mit Mathematikern und Bioinformatikern an Computermodellen, die die Aufnahme von Substanzen über die Haut vorhersagen können. Sie interessiert sich besonders dafür, welche Wege Substanzen über die Hornschicht nehmen und wo und wie lange sie sich dabei aufhalten.

Steffi findet immer Möglichkeiten nebenbei zu singen. Seit sie in Saarbrücken ist nimmt sie Gesangsstunden bei Marion Wildegger. Sie hat vor kurzem 5 Monate an der University of Cincinnati gearbeitet und in dieser Zeit beim Mayfestival Chorus gesungen und dort unbeschreibliches mit Künstlern wie Paavo Järvi, Robert Porco und Measha Brueggergosman erlebt.

26.03.10, 20 Uhr

Dr. Ingeborg Besch im Gespräch mit dem in Berlin lebenden, bildenden Künstler Volker Sieben.

Das ist das Gute an den Bildern von Volker Sieben: dass sie ausprobieren, wohin man die Linien fließen und die pastosen Farbflecke treiben lassen kann, damit sie einen durch die Türen der Erinnerung führen. Der Künstler arbeitet offen malerisch, ganz eingebettet in das Sinnlichkeitspotential seines Malmaterials (und damit materiell konkret). Die thematischen Ströme, unterstreichen durch Titel wie „Family Portrait“, „Refugee Tree“ oder „Sky under Berlin“ steigern das Tempo und ziehen den Betrachter in eine Schlusskakophonie, in der, gleichsam als mächtiges Echo aus einer verbauten Zukunft, irrlichternde Saxofone, geisterhafte Gitarren und ein wirres Schlagzeugspiel einen Pflock zwischen Großhirnrinde und Hypothalamus zu treiben scheinen.

Mit Öl, diversen Kreiden, Tusche und Bleistift auf Leinwand sowie auf Papier, das häufig auf Leinwände kaschiert wird, lässt der Künstler verheerende Ereignisse aus dem Weltpolitischen wie Familiären auferstehen. Dabei kommt den Zeichnungen die Aufgabe zu, ästhetische Intelligenz tragender und klingender Kern für den universalen Anspruch der großformatigen Malereien zu sein.


Musik:
Undertone Project feat. Volker Sieben


20.02.10, 20 Uhr:
Vortrag:
Matthias Hoffmann:
“Michel de Montaigne – Ein Soziologe für unsere Zeit””Mit Michel de Montaigne, dem französischen Philosophen des 16.Jahrhunderts, wird gemeinhin der Ratschlag verbunden, die Angst vor dem Tod dadurch zu bekämpfen, dass man jeden Tag an ihn denkt. Praktiziert man das lebenslang, so die Prognose und Hoffnung, dann hat der Tod bereits allen Schrecken verloren, wenn er einen dereinst ereilt.
So jedenfalls steht es in seinem Essay “Philosophieren heißt sterben lernen” aus dem Jahre 1580. Nur selten indessen findet Erwähung, dass man damit nur “den halben Montaigne” zur Kenntnis nimmt, sich gewissermaßen in einer trügerischen Hoffnung wiegt. Denn 1588 erscheinen seine Essays, um einen dritten Band ergänzt, nocheinmal. Und in diesen späten Essays herrscht ein ganz anderer Blick auf den Tod vor. Oder besser gesagt ist es nicht mehr die Sorge um den Tod, die den Autor umtreibt, sondern die Angst vor den Schmerzen des Sterbens. Denn Schmerzen und körperliche Malaisen sind es, die ihm in den Jahren seit seinen ersten Essais vermehrt das Leben schwergemacht haben. Aus dem spekulativen Denker über die Angst vor dem Tod ist gewissermaßen der Empiriker der Schmerzen geworden. Man könnte auch sagen: Im Denken über Tod und Sterben ist Montaigne vom Philosophen zum Soziologen geworden.Matthias Hoffmann, seinerseits Soziologe, zeichnet diesen Denkweg Montaignes nach und zeigt die ungemeine Aktualität dieses großen Geistes des 16.Jahrhundert für die Todes- und Sterbeproblematik unserer  Gegenwart auf. In einer aktuellen Umfrage sagen 60% der Menschen, dass sie sich vor dem Sterben fürchten, aber nur 6% der Befragten vor dem Tod.”

Musik: Christof Thewes Modern Chamber Ensemble
29.01.10, 20 Uhr:
Der Vortrag von
Prof. Dr. Claus-Michael Lehr musste leider entfallen, wird aber nachgeholt!
Musik: Modern Chamber Ensemble feat. Christof Thewes Quartett

 

19.12.09, 20 Uhr“DARSTELLUNG II 69/09″Text, Stimme: Alfred GuldenMusik: Christof ThewesTausend Wörter, von Alfred Gulden 1969 aufgelistet von A-Z  als seine damaligen HAUPTWÖRTER sind heute, 2009, Auslöser für Erinnerungen an Ereignisse, Personen, Zitate, Anekdoten , Bücher, Filme, Lustiges, Trauriges, Tragisches, Komisches , werden aber auch auseinandergenommen, neu zusammengesetzt, rhythmisch, melodisch, dynamisch, also nach allen Regeln der Kunst benutzt: Wörter wie Noten…Leibhaftig und augenblicklich entwickelt er daraus mit Christof Thewes und seiner Musik ein Erzählgarn, entsteht ein Gewebe aus Wörtern, Stimme, Geräuschen, Melodien, Klängen.Diese Wörter sind aber nicht nur zu hören, sie sind auch sichtbar, füllen den Raum aus, Wände, Decke, Boden: Ein Wortraum, in dem die Akteure sich bewegen, sich ausdrücken.Mitwirkende:
Alfred Gulden: Text/Stimme
Christof Thewes: Posaune/Komposition.
Martin “Schmiddi” Schmidt: Mandoline
Hartmut Oßwald: Bassklarinette
Pascale Demy & Gernot Meiser:  Visualisierung

18.11.09, 20 Uhr:

Vortrag: “Alkohol & Moderne” (Matthias Hoffmann, Soziologe)
Nach dem Alkohol als Kulturgetränk, nach erlesenen Gaumenfreuden bei Nobelweinverkostungen und der Soziologie des (Alkohol-) Geschmacks, nach sozialstrukturellen Zusammenhängen zwischen Geschmack und sozialer Position und ähnlichen überaus interessanten Aspekten fragt der Vortrag lediglich sekundär. Im Zentrum stehen an diesem Abend vielmehr die komplexen Zusammenhänge zwischen den Anforderungen, die an den Menschen der abendländischen Moderne gestellt sind, und dem exzessiven Konsum von Alkohol, vulgo: dem Suff.
“Gesoffen” wurde wahrscheinlich immer schon seit es den Alkohol als Rauschmittel gibt. Aber erst in der Moderne sind die (potentiellen) Folgen der Trunksucht erst wirklich verheerend geworden. Dabei ist nicht die endemische Ausbreitung der Volkskrankheit “Alkoholismus” gemeint, sondern gemeint sind die Folgen des Alkohols für die Selbstkontrollpotentiale des Einzelnen, die für die Moderne eine unverzichtbare Bedingung darstellen. Die Situation des modernen Menschen gleicht derjenigen der Meise in Robert Gernhardts “Folgen der Trunksucht”:

“Seht sie an die Meise
Trinkt sie, baut sie Scheiße.
Da! Grad rauscht ihr drittes Ei
Wieder voll am Nest vorbei”

Der Frage, was es heißt, in der Moderne im Suff ein “Ei am Nest vorbeirauschen” zu lassen, geht der Soziologe Matthias Hoffmann in seinem Vortrag (mitunter humorvoll und mit gelegentlichem Rückgriff auf eigen-empirische Erfahrungsdaten) nach.

Musik: Herzog-Oberg-Prätzlich-Thewes-Quartett

10.10.09, 20 Uhr

Vortrag: “Ich esse Deine Suppe nicht! – Über gestörtes Essen.” – Teil II (Burkhard Ullrich, Psychoanalytiker)
Musik: Undertone Project (in neuer Besetzung):
Dirk Peter Kölsch (Drums), Hartmut Oßwald (Sax), Martina Schmidt (Bass), Christof Thewes (Posaune, Komposition)

25.09.09, 20 Uhr
Vortrag: “Ich esse Deine Suppe nicht! – Über gestörtes Essen.” (Burkhard Ullrich, Psychologe)
Musik:  Modern Chamber Trio: Kammermusik mit Claudia Hahn (Flöte), Julien Blondel (Cello), Christof Thewes (Posaune, Komposition)

12. Juli 2009: Das Spielraum-Festival

Vorträge-Musik-Film: Der Spielraum Tag
Seit 2007 finden im „Spielraum“ in Schiffweiler regelmäßig Veranstaltungen statt. In ihrer charakteristischen Verbindung aus Vorträgen wechselnder Gäste und zeitgenössischer Musik, interpretiert von Mitgliedern des  Modern Chamber  Ensemble (Leitung : Christof Thewes) sowie namhaften Gastsolisten aus der europäischen ”Neue Musik ”-, Experimental-Jazz- und Avantgarde-Pop-Szene, hat diese Veranstaltungsreihe seither dichte und spannungsgeladene Abende präsentiert.
Am 12.Juli 2009 ab 11:00 Uhr präsentiert der Spielraum zum ersten Mal einen kompletten Veranstaltungs-TAG. Prallgefüllt mit allem, was die Spielraumveranstaltungen auszeichnet: Musik, Kunst, Literatur, Wissenschaft, kurze Beiträge, je für sich und natürlich auch im Wechselspiel miteinander. Querverbindungen entstehen im engen Nacheinander der Beiträge. Das Ganze, das mehr ist als die Summe seiner Teile, wird in der Dichte des Tages hochwahrscheinlich. Alles, was ist, braucht Raum. Aber alles, was ist, braucht auch eine körperliche Basis: Für Speis und Trank ist daher bestens gesorgt.

16.05.09: Vortrag: Dirk Forster – Musik: Modern Chamber Ensemble

Ein Abend über Computerspiele im Spielraum? Ein Abend über Spielräume im Spielraum!
Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der digitalen Welten. In den Boulevardmedien sind Computerspiele dennoch bislang kaum mehr als nur ein neues Medium, dem man die Schuld an der Vorrohung und Verdummung der Jugend gibt. Damit reihen sich die digitalen Spiele in eine illustre Gesellschaft ein: Jazz, Rockmusik, Comics, der Film, der Roman, das Theater und die Schrift, selbst das Lesen als solches waren wegen ihres angeblich schädlichen Einfluß auf junge Menschen in der Kritik. Warum gerade eine digitalisierte Form des Spielens derart massiv in die Kritik gerät, verwundert angesichts einer herrschenden protestantischen Arbeitsethik nicht.
Dirk Forster, Medientrainer und selbst aktiver Spieler, zeigt an diesem Abend, was /Spiel/ eigentlich ist, warum die Ambivalenz zwischen Schund und Kultur beim digitalen Spiel so groß ist, und dass die ersten Computerspiele tatsächlich “Trash” waren. Er erzählt von vergangenen Evolutionen und Revolutionen in der digitalen Welt und von denen, die uns noch bevorstehen, vom Unterschied zwischen virtueller Realität und digitalen Spielwelten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den persistenten Welten: Spielwelten, die auch dann noch Bestand haben, wenn der Spieler sie längst verlassen hat. Was in diesen Welten geschieht, hat enormen Einfluß auf unsere reale Welt: sozial, politisch und ökonomisch.

Über den  Referenten:

Dirk Forster studierte Soziale Arbeit und Sozialpädagogik in Mönchengladbach und Saarbrücken. Er arbeitete u.a. als freier Referent mit dem Themenschwerpunkt “Neue Medien” und als Medientrainer für verschiedene Träger. 2007 war er Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins “LogOut e.V.”, der sich aktiv für Präventionsprojekte im Bereich der Onlinespielsucht einsetzt und Informationsveranstaltungen für Pädagogen und Eltern zum Thema Computerspiele veranstaltet.

 

3. April 2009: Hans Husel im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Ingeborg Besch,  Musik: Duo Thewes-Östreich

…Zur  künstlerischen Vorgehensweise Husels gehört also (häufig) Sprache, gehören Bildtitel, mit denen er die von ihm entworfenen Sachverhalte sozusagen beim Wort nimmt und phonetisch bebildert. …
… Hans Husel wäre indes nicht der vertraut schöngeistige Grantler mit schmerzhafter Welt- und Weitsicht, ginge es ihm dabei nur um die schnelle Spaßnummer – da lässt sich vielmehr jemand ein auf den  Spagat von Sprache und Bedeutung  und verbindet dabei verschiedene Lager der klassischen Kunstgeschichte. …
… Bereits die Expressionisten &  Kubisten setzten in ihren Collagen und Demontagen auf die Interferenz von Bild- und Sprach-Modulen. Seit Duchamp hat sich der Wirklichkeitsanspruch der Kunst radikal verändert. Das ready made als nicht eigens geschaffenes, sondern vom Künstler als Kunstwerk erkanntes und verteidigtes Objekt alltäglichen Umganges genießt längst öffentliche Reputation. Schrittsicher  bewegt sich Hans Husel auch in der Rolle eines postumen Dadaisten, der Sinn findet im Konjugieren des scheinbar Sinnentleerten. Mit der ihm eigenen peinlichen Sorgfalt widmet er sich der Aufgabe als todernster Gedanken-Spieler, und es ist vielleicht kein Zufall, dass sein Spielzeug etwas ziemlich Unbestechliches ist: ein Maßstab  eben. …
… Dass Husels Absage an den Autorenkult eine ähnliche Subversionsstrategie verfolgt, ist  eine Art Gütezeichen seiner Kunst des allgegenwärtigen Zweifels. Sowas passiert , wenn einer  dem Absolutheitsanspruch von Menschenwerken zutiefst misstraut. Und der Kunst sowieso. …
… . In der jüngeren Kunstgeschichte finden sich Beispiele für die Rolle des habituellen Spötters bei den  Künstlerkollegen von Fluxus und beim Belgier Broodthaers, auch in Polkes, Kippenbergers und Herolds Arbeiten aus den 80er Jahren,  die ihre ironischen Pointen häufiger aus dem Aufspüren des Banalen formulierten. Dieser Generation aus der Köln-Düsseldorfer Kunstszene stand Hans Husel seinerzeit nahe. Seine konzeptuellen Projekte jener Epoche mit  Sprachvexierbildern,  in denen Texte visualisiert und Buchstaben als plastische Bedeutungsträger verhandelt  werden – sie sind heute zeitgeistiger Restbestand eines wohl kollektiven künstlerischen Anliegens. In verblüffend mentaler Wahlverwandtschaft findet sich auch der Hannoveraner Timm Ullrichs: beide setzen ihre wortakrobatischen  Realitätsbefragungen in Szene und beackern sichtlich lustvoll das weite Feld der Sprachmutationen. Kunst ist Leben. Leben ist Kunst.

(Auszüge aus dem Katalog “Meterware – Metaware” von Ingeborg Koch- Haag, Kunsthistorikerin)

… Wenn ein Vertreter der Konzept- wie Objektkunst zwischen Dada, Duchamp und Spontisprüchen in die Jahre kommt, dann schrumpft das Wortspiel zum Kalauer. … Dann regiert der ranzige Altherrenhumor, bei dem der Wunsch Vater des Gedankens scheint: “Messlatte”, der Mega-Penis mit einem Metermaß nachgebaut, kehrt heim in die Niederung des sinnverweigernden, antiautoritären Sprachwitzes … heute längst zahnlos geworden … den Schleim der Werbesprache saugt … ist bester Alt-68-Muff … maßstabsgetreue Bastelstunde … der handgedrechselte Sprachwitz … Protest als Sinnverweigerung, der Allgemeinplatz des Querdenkers entlarvt sich auch hier als die Simulation des Protestes, denn Querdenken geht nur im System. So bleibt alles eine “Opa-rette”.

(Auszüge aus der Ausstellungsbesprechung  in der “Saarbrücker Zeitung” von Sabine Graf)

 

 

 

Zwischen Improvisation und ausgefeilter Komposition agieren Rudi Mahall (Bassklarinette) und Christof Thewes (Posaune) leidenschaftlich mit freiem Geist auf hohem instrumentalem und energetischem Niveau, undogmatisch und der Unendlichkeit des Augenblicks verpflichtet. Zurzeit nehmen sie ihre neue CD “null depri negativ” auf.

Der Jazzposaunist Christof Thewes ist hierzulande bestens bekannt durch zahlreiche Formationen, durch seine eigenwillige Weiterentwicklung der Klangmöglichkeiten seines Instrumentes und durch sein Wirken als Komponist, welches er auf nationaler und internationaler Bühne unter Beweis gestellt hat.

Rudi Mahall hat sich nach dem Studium der klassischen Bassklarinette der Jazz-Avantgarde zugewandt. Er arbeitet auf internationalem Niveau. Zu den Band-Zusammenhängen, an welchen er beteiligt war oder noch ist, gehören die Avantgardeband /Die Hartmann 8/, Der Rote Bereich, das Trio /Tiefe töne für Augen und Ohren/ (mit Sievert und Bill Elgart), Carlos Bicas /Azul/ sowie /Die Enttäuschung/ (mit u.a. Axel Dörner, Jan Roder). Er war an mehreren Projekten und CDs mit Aki Takase beteiligt (u.a. über Eric Dolphy) und hat an Alexander von Schlippenbachs Gesamteinspielung von Thelonious Monk und dem Globe Unity Orchestra mitgewirkt. Darüber hinaus gab er Konzerte mit Conny Bauer, Lee Konitz, Barry Guy, Karl Berger, Paul Lovens, Sven-Åke Johansson, Radu Malfatti, Ed Schuller, Ray Anderson, Kenny Wheeler, Hannes Bauer und vielen anderen.
Mahall ist beim Free Music Festival Jazz a Mulhouse aufgetreten, beim Moers Festival, beim JazzFest Berlin, den Leverkusener Jazztagen und bei Jazzfestivals in New York City, Amsterdam, München, Würzburg, Nürnberg, und hat Tourneen durch Portugal, Süd- und Ostafrika absolviert.

Christof Thewes und Rudi Mahall spielen seit 1999 in unterschiedlichen Besetzungen — Duo, Trio, Quartett — zusammen, veröffentlichten in der Zeit eine CD (Jazzhausmusic Nr. 122) und spielten in Clubs und auf Festivals (Akutfestival Mainz, Urban Sounds Köln uva.). Beide sind Mitglieder des “globe unity orchesters.”

 

 

30.01.09

Der Vortrag: “Charisma – Eine soziologische Kategorie”:
Kaum eine soziologische Kategorie wird im öffentlichen Raum so häufig gebraucht wie die des “Charisma”. Man denke nur an den gerade gewählten US-Präsidenten: Kaum ein Artikel über ihn, in dem nicht auf sein “charismatisches” Wesen hingewiesen worden wäre. Gleichzeitig aber ist die Mahnung zu hören, in ihm nicht einen “charismatischen Heilsbringer” zu sehen. Solcherlei Erwartungen seien unerfüllbar. Aber wie hängen Charisma und Erwartungen, soziologisch betrachtet, eigentlich zusammen?
Kaum eine andere soziologische Kategorie hat allerdings auch schon für soviel Ärger und Polemik in der Politik gesorgt als eben die des “Charisma”. Noch jüngst schlugen die Wellen der Empörung hoch, als Oskar Lafontaine von Altkanzler Schmidt mit Adolf Hitler verglichen wurde: Beide seien “charismatische Redner”. Im Sinne der soziologischen Bedeutung des Begriffs ist an dieser Aussage allerdings eigentlich nichts zu kritisieren.
Um aber jeder Empörung vorzubeugen und um Missverständnisse dieser so oft instrumentalisierten Kategorie zu klären, sind Sie herzlich zu einem Vortrag des Soziologen Matthias Hoffmann eingeladen, der diesen und anderen Fragen nachgehen wird.

Die Musik: Das ChristofThewes Quintett feat. Sabine Noss spielt Stücke von Charles Mingus und anderes.

 

 

22. Februar 2009

Uraufführung “Das Ding Erinnerung”:
Der Film: Uraufführung von Alfred Guldens Film “Das Ding Erinnerung”: Was wären wir – ohne unsere Erinnerungen…Musikfilm?

Das Ding Erinnerung: Der erste Film aus der Reihe “Zyklus”, der die Zusammenarbeit zwischen Alfred Gulden und Christof Thewes, zwischen Wort und Musik mit filmischen Mitteln zu zeigen versucht.

Es soll weder Filmmusik sein noch ein Video-Clip, sondern eine Form, Musik auch optisch erlebbar zu machen. Ein Experiment für Augen und Ohren.

Der Gedichtszyklus “Das Ding Erinnerung” von Alfred Gulden in der Vertonung von Christof Thewes wird hier in eine neue Form gebracht. Zu Idee und Dreharbeiten wird Alfred Gulden am Abend einführend erzählen.

Die Musik: Im zweiten Teil des Abends spielt das „Modern Chamber Ensemble“ das längere Stück “Der Prophet geht” von Christof Thewes.

 

 

 

Programm