Spielraum Heiligenwald

Samstag 19. Oktober 2019, 20:00 Uhr

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h


Sonderkonzert: Ruf der Heimat

  • Thomas Borgmann – Saxophone
  • Willi Kellers – Schlagzeug
  • Christof Thewes – Posaune
  • Jan Roder – Bass

Ruf der Heimat

Die legendäre Jazzcombo RUF DER HEIMAT der beiden Jazzurgesteine Thomas Borgmann und Willi Kellers ,die seit 30 Jahren in unterschiedlichsten Lineups   ( mit z.b. Christoph Winkel ,Petrowski,Brötzmann,Charles Gayle ….)

die Bühnen dieser Welt beglücken ,kommen zu Aufnahmen und einem Sonderkonzert  in den Spielraum in “neuer “ Besetzung mit Jan Roder und Christof Thewes und präsentieren Hymnisches, Beglückendes , Freudiges

Ein Fest für Sinne und Hirn.

Das Quartett wurde 1992 gegründet, mit dabei Ernst-Ludwig Petrowsky – einer der Väter des Jazz in der DDR. Seit dessen schwerer Krankheit ergänzt der Posaunist Christof Thewes das Quartett.

Die Musik ist Vergangenheit und Zukunft des Jazz zugleich: Die Heimat ruft charmant, melodiös, lautstark, leise, verquer, bellend und sehr schön. Das Ganze ist hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner 4-tet „Ruf der Heimat spielt“, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat. Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet, aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiderstehlich-euphorische Element.

  • Thomas Borgmann – Saxophone
  • Christof Thewes – Posaune
  • Willi Kellers – Schlagzeug
  • Jan Roder – Bass

Besser ist ein Konzert mit Ruf der Heimat nicht zu beschreiben:

„die vorzeichen stehen schlecht. petrowsky tritt nicht mehr auf, borgmann ist krank, sein tenor muss generalüberholt werden, auf dem alt versucht er sich erst seit kurzem, kellers hat schlechte laune. das alles erfahre ich beim rauchen vorher.
der keller allerdings ist voll. und auf der bühne ist das alles wie weggeblasen. zur gewohnten, ermüdend mäandernden vorrede des klubbesitzers fällt kellers und winckel schon mal ein groove ein, thewes kommentiert ironisch auf der posaune, irgendwann spielen sie alle über den redner hinweg, der seinen text stoisch zu ende bringt.
die aus reibung entstehende energie hält das ganze erste set hindurch. ruf der heimat ist ein elektrisches feld, mit stromstößen an vier punkten. es blitzt so hin und her.
borgmann auf dem alt ist tatsächlich gewöhnungbedürftig, aber sein motivisches spiel, ohne den gesanglichen, hymnischen ton, verschiebt alles überraschend richtung ornette.
den hymnischen part übernimmt thewes, die rhythm section rumpelt und swingt, schlägt wellen, macht pausen. da hebt was ab, ganz schnell.
im zweiten set ist das schon eingespielter, die pointen sind sie eigentlich schon losgeworden, daumenklavier, in 80 takten um die welt, kinderlieder mit brüchigen stimmen.
aber der schlecht gelaunte kellers (er lächelt von minute 2 an) federt das ding durch den raum, ein merkwürdig idiosynkratischer swing, trotzdem natürlich hinreichend informiert. ich kenne wenig bessere (deutsche) drummer.
der ganze abend macht sehr viel spaß. irgendwie ist das kirche und spielplatz in einem. und am ende gehen alle bestimmt gesünder nach hause. ich allerdings fahre mit der s-bahn in die falsche richtung. also noch ein bisschen weiter.“
~ Jan Künemund about concert at Aufsturz, Berlin 12-01-2018

Weitere Pressestimmen:

now in the new Tour-lineup with the great Christof Thewes on trombone, taking the right turn

„Thewes ist nicht einfach ein Ersatz für das Free-Jazz-Urgestein, sondern verleiht der Band mit seiner Posaune eine völlig neue Dynamik.“ ~ Wolf Kampmann, Jazzthing 2018

„For an unusual time on Sunday afternoon they promised feelings of happiness and the promise has been respected. The men had the groove and the blues.”
~ Fränkische Nachrichten

„Es ist hinreißender, hymnischer Free Jazz, den das Berliner 4-tet Ruf der Heimat spielt, nein: zelebriert. Vielleicht liegt das daran, dass Bandleader und Saxofonist Thomas Borgmann sich stets als »wertkonservativ« bezeichnet hat. Seine eher traditionelle Spielauffassung zündet aber in diesem Free Kontext: Sein melodiöser Sound verleiht der Musik erst das unwiederstehlich-euphorische Element.“ “ Emotionen aus dem Fegefeuer“
„Kuschelig wie Glaswolle“
…kreativ,experimentierfreudig & verspielt…

„Die Heimat rief … lautstark, leise, verquer, bellend, schön: Viele kamen und fühlten sich heimisch, offenbar wohlvertraut mit dem Gebotenen. Das ist nicht wenig, ging es doch um die freie Form, also „Jazz für Jazzer“: impulsive, explosive Kompositionen vom Fleck weg, die Musikern und Zuhörern einiges abverlangen…“