Spielraum Heiligenwald

Samstag 30. November 2019, 20:00 Uhr

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h


Vortrag: Burkhard Ullrich: „Wer die Vergangenheit ändern will, kommt in die Hölle“

Randnotizen zur “Volkskrankheit“ Depression

Musik: Phase IV

  • Sabine Noß – voice
  • Christof Thewes – trombone, composition
  • Hartmut Oßwald – bass clarinet
  • Jan Oestreich – bass
  • Martial Frenzel – drums

Burkhard Ullrich: „Wer die Vergangenheit ändern will, kommt in die Hölle“

Randnotizen zur “Volkskrankheit“ Depression

Wußten Sie …

  • dass sich die Anzahl der Krankheitstage wegen psychischer Probleme, insb. Depressionen, seit 1997 mehr als verdreifacht hat?
  • dass die Saarländer dabei deutlicher Spitzenreiter sind?
  • dass bei weitem keine andere Krankheitsgruppe einen derartigen Zuwachs zu verzeichnen hat?
  • dass die Diagnose eines „Burnout“ NICHT als psychische Erkrankung gewertet wird (obwohl Pressemeldungen anderes behaupten)?
  • dass heute 7x soviele Antidepressiva verordnet werden wie noch vor 25 Jahren und das bei immer mehr PatientInnen?
  • dass das Bundesgesundheitsministerium Depressionen als „Volkskrankheit“ bezeichnet?

In seinem Vortrag wird der Psychoanalytiker Burkhard Ullrich in „kritischen Randbemerkungen“ diskutieren, was eine „Depression“ denn eigentlich sei – was sie z.B. von der saarländischen „Flemm“ oder einer Trauerreaktion unterscheidet – und welche Veränderungen in der modernen Gesellschaft für die unbestreitbare Zunahme depressiver Erkrankungen verantwortlich sein könnten.

Dabei wird der Referent ausgehend von eigenen Erfahrungen in der Arbeit mit depressiven PatientInnen unter anderem den folgenden Fragen nachgehen:

  • was hat es mit dem sog. „Burn-Out-Syndrom“ auf sich?
  • Geht es uns wirklich schlechter als früheren Generationen?
  • „Macht der Kapitalismus depressiv?“ (eine Debatte in der Fachzeitschrift „Psyche“)
  • Leben wir in einem „narzißtischen Zeitalter“?

Keine Angst, es erwartet Sie weder ein schwermütiger noch ein streng wissenschaftlicher Vortrag. Es wird also – um einen Titel von Christof Thewes zu zitieren – nicht „full depri negativ“.
Wie angekündigt geht es um „Randbemerkungen“, also um Fragen, über die der Referent selbst nachdenklich geworden ist, ohne fertige Antworten zu haben, mit denen er Sie aber gerne anregen würde, selbst nachzudenken.

Der Referent:

  • Burkhard Ullrich studierte Psychologie in Frankfurt und Saarbrücken.
  • Mehrjährige Tätigkeit in einem sozialen Brennpunkt in Saarbrücken, über die er seine Diplomarbeit schrieb.
  • Nach dem Diplom wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Lehrstuhl für Klinische Psychologie“ in Saarbrücken.
  • Kurzer Zwischenstopp in der „Forschungsstelle für Psychotherapie“ in Stuttgart in einem bundesweiten Forschungsprojekt über Eßstörungen.
  • Danach wissenschaftlicher Mitarbeiter und in der Institutsambulanz am „Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin“ der Unikliniken Homburg/Saar.
  • Parallel Ausbildung zum Psychoanalytiker am Saarländischen Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (SIPP).
  • Seit 2000 niedergelassen in eigener Praxis als Psychoanalytiker und Psychologischer Psychotherapeut.
  • Ehrenamtliche Nebentätigkeit als Vorsitzender des SPIELRAUM e.V.

Musik: Phase IV

Die Band um die Sängerin Sabine Noß stellt im Spielraum neue und alte Stücke aus ihrem „Amerika-Zyklus“ vor, natürlich mit Texten von Alfred Gulden.

Songs zwischen Jazz + Rock, Neuer Musik, akustisc , zeitlos, mit „freien“ Improvisationen, eine Musik, die sich nicht klassifizieren läßt, dargeboten von Musikern, die sich blind verstehen.

Seit vielen Jahren arbeiten die Rocksängerin Sabine Noß und der Jazzposaunist Christof Thewes in der Band Phase IV zusammen und kreieren seither, komplettiert durch den Bassklarinetisten Hartmut Oßwald, den Kontrabassisten Jan Oestreich und den Schlagzeuger Martial Frenzel, selbstkomponierte (Pop-)Songs in einem eigenwilligen Stilmix zwischen Unplugged-Minimalismus und rasantem Powerplay mit Dub, Funk und (Free)Jazzeinflüssen.
Ohne Elektronik mit rein akustischen Instrumenten spielt Phase IV eine zeitgemäße Popmusik, die sich jenseits folkloristischer Sentimentalitäten bewegt und mit einer fast schon traditionell zu nennenden, jazzigen Spielauffassung agiert, die Interaktion,Improvisation und Virtuosität der Musiker erfordert.
Die hochwertigen Texte der Songs stammen aus der Feder des bekannten Schriftstellers,Theaterregisseurs und Fimemacher Alfred Gulden.

Das unvergleichliche und warme Timbre der Stimme von Sabine Noß, die ungewohnte Instrumentierung der eigenwilligen Kompositionen von Christof Thewes, die Spielfreude der Musiker in Verbindung mit den hochwertigen Texten garantieren ein originäres Musikerlebnis.

  • Sabine Noß – voice
  • Christof Thewes – trombone, composition
  • Hartmut Oßwald – bass clarinet
  • Jan Oestreich – bass
  • Martial Frenzel – drums