Spielraum Heiligenwald

Smastag 24. November 2018, 20:00 Uhr

20:00 Uhr im Spielraum Heiligenwald

Eintritt: 10 Euro (6 Euro erm.)
Beginn: 20:00 h


Vortrag: Dr. Patricia Bauer

Freie Kunst im arabischen Autoritarismus – Künstler unter Druck


Musik: Undertone Project feat. Oestreich/Kölsch

Kalenderstücke und anderes…

  • Christof Thewes – Posaune, Komposition
  • Martin Schmidt – Mandoline
  • Jan Oestreich – Kontrabass
  • Dirk-Peter Kölsch – Schlagwerk

Dr. Patricia Bauer
Freie Kunst im arabischen Autoritarismus – Künstler unter Druck

Patricia-BauerDr. Patricia Bauer ist Politikwissenschaftlerin und Volkswirtin mit dem Arbeitsschwerpunkt Internationale Politik. Sie hat in Saarbrücken und Hamburg studiert und zur Politik der Europäischen Integration promoviert. Nach ihrer Zeit als Assistenzprofessorin in Osnabrück war sie fünf Jahre lang DAAD-Professorin an der Cairo University in Ägypten. Es folgten Dozenturen an der European Peace University in Österreich und der University of Dundee in Schottland. Ihre Forschungstätigkeit führte sie darüber hinaus nach Tunesien, Marokko, Palästina, Jordanien, Russland und Italien. Sie arbeitet zu den Beziehungen der EU zur arabischen Welt sowie den damit verbundenen Problemen von Transformation und Demokratisierung.

Der Vortrag schildert die Probleme und Restriktionen, denen Künstler in den Autoritarismen der arabischen Welt ausgesetzt sind. Die Wechselwirkungen von Politik und Kunst werden in autoritären Regimen nur allzu deutlich, weil kreative Prozesse, die Freiheit der Kunst und der Ausdrucksformen und vor allem Norm- und Tabubrüche an politisch, gesellschaftlich oder gar strafrechtlich gesetzte Grenzen stoßen. Umgekehrt beinhalten nonkonformes Verhalten und kreative Grenzüberschreitungen oftmals bereits Systemkritik. Im Vortrag wird die allgemeine politische Situation in der arabischen Welt und die dort herrschenden verschiedenen Formen autoritärer Herrschaft in Abgrenzung zu westlichen Demokratien dargestellt. Konkret wird anhand der Situation in Ägypten verdeutlicht, was dies für das reie Ausüben von Kunst bedeutet: Ansätze und Orte moderner, nonkonformistischer Musik und Kunst sind relativ dünn gesät und zudem finanziell und logistisch unter Druck. Anhand der Situation einiger ägyptischer Musiker und Literaten werden schließlich die konkreten Arbeitsumstände für Kreative verdeutlicht. Diese reichen von Veröffentlichungs- und Auftrittsverboten über Gefängnisstrafen und Bußgelder bis zur Bedrohung von Leib und Leben.


 

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Undertone Project feat. Oestreich/Kölsch

Kalenderstücke und anderes…

Das Undertone Project – von Martin „Schmiddi“ Schmidt und Christof Thewes vor fast 3 Jahrzehnten als Duo gegründet – agiert quasi als Hausband im Spielraum. Mit immer wechselnden Besetzungen – von freien Improvisationen mit namhaften Künstlern aus dem Im- und Umland bis zu streng konzipierten, kammermusikalischen Kompositionen von Ch. Thewes – begeistern die beiden mit immer neuen und frischen Konzepten.

Mit Jan Oestreich und Dirk-Peter Kölsch ist diesmal eine Rhythmusgruppe dabei, von uns liebevoll „die Maschine“ genannt, die zu den besten Deutschlands zählt.

Agil, geistreich, körperlich – ein Genuss für Geist, Seele und Körper.

  • Christof Thewes – Posaune, Komposition
  • Martin Schmidt – Mandoline
  • Jan Oestreich – Kontrabass
  • Dirk-Peter Kölsch – Schlagwerk

UNDERTONE PROJECT bedient sich inspirativ unterschiedlicher Genres. Im improvisierenden Kontext verschmelzen jazz- und populärmusikalische Strukturen mit Elementen der Neuen Musik. Ist das jetzt Freejazz à la Ornette Coleman, von Schönberg, Frank Zappa oder ELP inspiriert? Ein Reinheitsgebot oder reine Lehre (Leere?) gibt es nicht, wird sozusagen ungewollt ad absurdum geführt. Die Thewesschen Kompositionen überzeugen durch melodische und rhythmische Vielfalt. Organisch verbinden die vier Musiker Tradition und abstrakt klingende Zwölftönigkeit mit emotionaler Interpretation und ihrem jeweiligen Personalstil.

(Photo: Alexander Schaffer)

 

Über den Spielraum

Alles was ist, braucht Raum. Im Kopf oder in der Welt. Am besten in beidem, denn Ideen gibt es viele, die Realitäten dazu eher selten. Deshalb gibt es den „Spielraum“, um für künstlerische Ideen diesen Raum in der Welt zu schaffen. Musik, Vorträge, Lesungen, Bilder, Gedichte, Gespräche... Es geht um die Lust am Austausch mit Menschen. Um die Lust am Spiel. In den „Spielraum“-Veranstaltungen wird kreatives Potential künstlerische Wirklichkeit.

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Spielraum Heiligenwald Heiligenwalder Str. 114
66578 Schiffweiler (Heiligenwald)

(Ecke zur Friedrich-Ebert-Str. !!!)